Der Kostendruck auf Familien ist enorm – vor allem für Alleinerzieher, die auf eine Nachmittagsbetreuung angewiesen sind, ist das eine große Herausforderung. Die Stadt Villach greift mit sozial gestaffelten Tarifen und flexiblen Betreuungszeiten unter die Arme. Bildung war auch im Gemeinderat Thema.
Das neue Schuljahr ist erst wenige Wochen alt, doch die Verantwortung Erde und Grüne haben im Gemeinderat drei Anträge mit durchaus spannenden Inhalten eingebracht.
Zum einen solle jedem Schüler 100 Euro zuerkannt werden, die dann die Schule individuell für Projekte oder Busfahrten einsetzen kann. Eine koordinierte Anschaffung von Schulmaterialien über lokale Geschäfte soll Eltern entlasten und den lokalen Handel fördern.
Den Anträgen wurde zwar nicht die Dringlichkeit zuerkannt. Doch seien „die Sachen die darin stehen, wichtig und sollen genauer betrachtet werden“, meinte Bildungsreferentin und Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig. Deshalb wird nun in den Gremien weiter diskutiert.
Um Eltern den Kostendruck bei der schulischen Nachmittagsbetreuung zu nehmen, gibt es in Villach eine soziale Staffelung der Tarife. Dabei werden Alleinverdiener und die Zahl der Kinder im Haushalt berücksichtigt. Im vergangenen Schuljahr beliefen sich die Ermäßigungen auf 116.000 Euro.
Dazu steigt auch der Bedarf an einer nachmittäglichen Betreuung. Aktuell gibt es 69 Gruppen mit fast 1200 Kindern. Vor 15 Jahren waren es noch elf Gruppen. Flexibel sind die Zeitmodelle. Kinder werden bis 16:20, 17:20 oder 18:20 Uhr betreut.
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