Völlig nostalgiefrei

Nissan Pixo: Renault Twingo bekommt einen Ableger

Motor
24.09.2026 12:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der schnuckelige Renault Twingo bekommt einen weiteren Ableger. Anders als der neue Dacia Spring ist der Nissan Pixo aber ziemlich nah dran am Original. Und spielt beim Design doch eigene Karten aus. Aber oberflächlicher.

Der Name ist altbekannt, das Konzept neu: Hatte der erste Namensträger ab 2009 noch einen Benzinmotor und Suzuki-Technik unter der Haube, sitzen die Eltern nun also in Frankreich und füttern das Baby rein elektrisch.

Mit 3,80 Metern Länge ist der viersitzige Fünftürer ein klassischer Stadtwagen. Die Breite beträgt 1,79 Meter und der Wendekreis handliche 9,9 Meter. Bei Dimensionen und Proportionen entspricht der Pixo dem Twingo. Trotzdem unterscheiden sich beide Modelle sichtbar.

Nostalgie bleibt beim Original
Während Renault mit runden Formen, freundlich blickenden Leuchten und zahlreichen Zitaten des Ur-Twingo von 1993 auf Retro-Charme setzt, verzichtet Nissan auf Nostalgie. Der Pixo erhält eine kantigere Front, pixelartig gestaltete Leuchten und einen Stoßfänger, dessen Gestaltung an ein Roboter-Gesicht erinnern soll. Übernommen wird der taucherbrillenartige Rahmen um die Heckscheibe.

(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)

Nichts Neues beim Antrieb
Der 60 kW/82 PS starke E-Motor dürfte auch hier für 130 km/h Höchstgeschwindigkeit sorgen. Die Kleinstwagen nutzen als Energiespeicher eine 27,5 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Nissan nennt für den Pixo bis zu 259 Kilometer Reichweite. 11-kW-Wechselstromladen und die 50-kW-Gleichstrom-Ladefunktion sind immer an Bord. Der Akku soll sich im besten Fall innerhalb von knapp einer halben Stunde von 15 auf 80 Prozent füllen lassen.

(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)

Auch das Raumkonzept übernimmt er im Wesentlichen vom Twingo. Vier Erwachsene sollen Platz finden, die beiden Rücksitze können einzeln längs verschoben werden. Das Kofferraumvolumen ist mit 365 Litern angegeben, bei umgeklappten Lehnen sollen bis zu 1221 Liter zur Verfügung stehen. Allerdings sind das keine VDA-Werte, sondern flüssig ausgelitert. Hinzu kommen insgesamt 18 Liter Ablagevolumen im Innenraum.

(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)
(Bild: Nissan)

Das Cockpit orientiert sich ebenfalls eng am Franzosen. Vor dem Fahrer sitzt ein 7 Zoll großes Digitalinstrument, zentral im Armaturenbrett ein 10-Zoll-Touchscreen. Unterschiede gibt es vor allem bei Grafik, Software und Ausstattungsumfang. Nissan kündigt Google-Software für die Navigation sowie den KI-Assistenten Gemini serienmäßig für alle Ausstattungsversionen an. 

Für den Stadtverkehr bietet Nissan eine One-Pedal-Funktion, mit der sich der Pixo weitgehend über das Fahrpedal beschleunigen und verzögern lässt. Zur angekündigten Assistenztechnik gehören unter anderem ein adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, Spurhalteassistent sowie eine automatische Einparkfunktion. Damit bewegt sich der Kleinstwagen bei Ausstattung, Elektronik und Komfort zumindest auf dem Papier eher auf dem Niveau größerer Fahrzeuge. 

Einen Preis nennt Nissan noch nicht. Die Basisvarianten von Dacia Spring und Renault Twingo kosten ab 18.000 Euro beziehungsweise 20.000 Euro. Angesichts der umfangreicheren Ausstattung dürfte der Nissan knapp oberhalb davon starten.

Produziert wird der französische Japaner gemeinsam mit Renault Twingo und Dacia Spring im slowenischen Werk Novo Mesto.

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