Nach heftiger Kritik über stundenlange Wartezeiten gründeten die Johanniter einen Standort in Zwettl (NÖ). Ab November ist dieser Geschichte – man zieht nach Vitis um. Warum der einstige Rotkreuz-Stützpunkt für die Helfer nicht gut brauchbar war.
Wieder neu entfacht ist die Kritik stundenlanger Wartezeiten von Klinik-zu-Klinik-Transporten im Waldviertel. Weil es gerade am Wochenende zur Häufung solcher Fälle kam, munkelte das medizinische Personal immer lauter, dass der Zwettler Johanniter-Stützpunkt nur unter der Woche betrieben werde.
Dagegen verwehrt sich aber Sprecherin Anita Bauer: „Die Johanniter sind in Niederösterreich an allen Standorten sieben Tage die Woche im Einsatz. Da wir keine klassischen Bürozeiten haben und unsere Fahrzeuge während des Dienstes unterwegs sind, ist auf den Stationen selbst naturgemäß wenig Betrieb.“
Nach einst heftiger Wartezeit-Kritik suchte man auch im Waldviertel einen Stützpunkt, der mit der ehemaligen Rotkreuz-Dienststelle Zwettl ab April gefunden wurde. Nun zieht man dort bald wieder aus: Ab November wird im Hochleitner-Areal in Vitis ein Stützpunkt betrieben werden. Zehn Mitarbeiter – mittelfristig sogar 20 – und drei Fahrzeuge sollen dort stationiert werden.
Standort als „nicht ausreichend erwiesen“
„Im Zuge unserer laufenden Weiterentwicklung im Waldviertel verlagern wir unseren bisherigen Stützpunkt von Zwettl nach Vitis. Der Standort in Zwettl hat sich in der Praxis als nicht ausreichend erwiesen: Eine Garagierung der Fahrzeuge war dort nicht möglich, und die Räumlichkeiten boten für die wachsende Zahl an Mitarbeitenden zu wenig Platz“, so Bauer zur „Krone“.
Am neuen Standort der Firma Hochleitner in der Europastraße 6 in Vitis verfüge man dann über eine vollständige Garagenhalle sowie geräumige Mannschaftsräume im ersten Stock.
Günstiger Standort zwischen Kliniken
Vitis seit dabei bewusst gewählt worden, weil der Standort günstig zwischen den LGA-Kliniken Zwettl, Gmünd, Allentsteig und Waidhofen an der Thaya liege und damit deutlich kürzere Anfahrtswege ermögliche. „Ein zusätzlicher Vorteil ist die Lage an der Bundesstraße, die gegenüber einer Landesstraße einen sicherheitstechnischen Vorteil bei der Anfahrt bietet“, meint die Johanniter-Sprecherin weiter.
Auch in Gmünd habe man lange und intensiv nach passenden Räumlichkeiten gesucht. Dort planten die Johanniter nach eigenen Aussagen, einen weiteren Stützpunkt zu eröffnen. „Leider hat keine Immobilie unseren Anforderungen und denen der NÖ Rettungsdienst-Mindestausstattung entsprochen“, betont Anita Bauer. Zu weiteren möglichen Standorten würden die Johanniter zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussagen treffen können.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.