Bessere Kommunikation

Huawei fordert Nvidia mit neuen KI-Chips heraus

Digital
17.09.2026 12:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Huawei will mit einer neuen Generation von KI-Prozessoren zum Weltmarktführer Nvidia aufschließen. Der chinesische Technologiekonzern präsentierte auf seiner Hausmesse „Huawei Connect“ seine neuen KI-Prozessoren „Ascend 960DT“ und „Ascend 960PR“, die im Verlauf des kommenden Jahres auf den Markt kommen sollen.

Die aktuellen und kommenden Modelle würden nur in begrenztem Umfang exportiert, sagte der amtierende Konzernchef Eric Xu auf der Messe am Donnerstag. „Da wir nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um die Nachfrage in China zu decken, haben wir nicht vor, in vollem Umfang auf den internationalen Markt zu expandieren.“ Die folgenden Generationen würden dann alle zwölf Monate veröffentlicht, sagte David Wang, der sich mit Xu alle sechs Monate bei der Führung von Huawei abwechselt.

Da die Chips des chinesischen Konzerns weniger leistungsstark sind als die Konkurrenzprodukte von Nvidia, versucht Huawei dieses Manko durch eine beschleunigte Kommunikation der Prozessoren untereinander auszugleichen. Durch diese Technologie könnten den Angaben zufolge bis zu eine Million Chips wie ein einziges System arbeiten.

Inakzeptabel
Das Unternehmen ist einer der Eckpfeiler im Plan der chinesischen Regierung, sich von ausländischen Technologien unabhängiger zu machen. „Wir können nicht akzeptieren, dass wir keinen Einfluss darauf haben, wer Chips nach China verkaufen darf“, sagte Huawei-Chef Xu. Die USA beschränken den Export von Hochtechnologie in die Volksrepublik, um deren wirtschaftlichen und militärischen Aufstieg zu bremsen. Nvidia darf daher nur unter strengen Auflagen leistungsreduzierte Varianten seiner KI-Prozessoren dorthin liefern.

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