Keine Pedale

NHTSA fordert Antworten von Tesla wegen Cybercab

Digital
17.09.2026 07:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tesla hat nach dem Betriebsstart seines Robotaxis Cybercab ohne Lenkrad und Pedale Ärger mit der US-Verkehrsaufsicht. Die NHTSA verweist in einem Fragenkatalog unter anderem auf die Regel, dass Fahrzeuge im US-Straßenverkehr eine per Fuß bedienbare Bremse haben müssen – und will wissen, wie ein Cybercab ohne Pedale dieser Sicherheitsvorschrift entsprechen kann. 

Für eine Antwort bekam der Elektroautobauer Zeit bis Ende September. Bei fortlaufender Regelverletzung drohen Strafen von bis zu 139 Millionen Dollar (rund 121 Millionen Euro).

Tesla hatte nach einem in den USA üblichen Verfahren vor dem Betriebsstart einiger Cybercabs im texanischen Austin Anfang September selbst versichert, dass die Fahrzeuge den gängigen Verkehrssicherheitsvorschriften entsprechen. Die NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) hatte sofort Fragen dazu. Denn eigentlich müssen alle Wagen auf US-Straßen ein Lenkrad und Pedale haben.

Tesla beantragte keine Ausnahmeregelung
Der führende Robotaxi-Anbieter Waymo etwa behielt die Steuerelemente in Tausenden seiner Fahrzeuge bei, die ohne einen Menschen am Steuer unterwegs sind, damit etwa Polizei oder Feuerwehr bei Bedarf zurückgreifen können.

Es gibt auch eine Ausnahmeregelung: Nach einer Prüfung durch die NHTSA können Unternehmen die Erlaubnis bekommen, bis zu 2500 Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale auf die Straße zu bringen. Davon machte etwa die Amazon-Tochter Zoox Gebrauch, die in Las Vegas und San Francisco Menschen in ihren neuartigen Beförderungskapseln transportiert. Tesla beantragte eine solche Erlaubnis aber nicht.

Kameras statt Radar
Firmenchef Elon Musk hatte verkündet, dass autonomes Fahren und humanoide Roboter die Zukunft des Elektroauto-Herstellers bestimmen würden. Anders als Waymo und andere Robotaxi-Entwickler verzichtet Tesla auf teurere Laser-Radare, die die Umgebung von Fahrzeugen abtasten und setzt ausschließlich auf Kameras. Dieser Ansatz ist zwar günstiger, wird aber von Experten und Konkurrenten als nicht sicher genug kritisiert. Musk beharrt darauf, dass Kameras ausreichend seien.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung