Kann ein Gen mitverantwortlich für eine Straftat sein? Mit genau dieser Frage beschäftigten sich Gerichte in Italien und den USA.
Ein Mann steht vor Gericht. Es geht um Gewalt und Schuld. Doch der Fall nimmt eine überraschende Wendung: Im Mittelpunkt steht nicht mehr die Tat, sondern die DNA des Täters. Eine Genanalyse zeigte eine Variante des sogenannten MAOA-Gens, das mit Impulskontrolle und aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht wird.
Ein Gen macht keinen Menschen zum Täter und bringt ihm auch keinen Freispruch ein. Dennoch wurde in Italien das Strafmaß eines Täters aufgrund genetischer Erkenntnisse reduziert.
Wenn Genetik sogar Gerichte beeinflusst, warum spielt sie im Alltag oft noch eine so geringe Rolle? Gene geben Hinweise darauf, wie unser Körper Nahrung verarbeitet, auf Stress reagiert oder Medikamente verträgt.
Der Test, der meinen Alltag veränderte
Was verraten meine Gene über mich? Dieser Frage gehe ich in einem Selbstversuch nach. Ein Speicheltest wird im Labor von Permedio in Niederösterreich analysiert. Wenige Wochen später liegt mein genetischer Bericht vor.
Ich folgte lange dem Trend zu Eiweißdiäten – mit mäßigem Erfolg. Der Bericht zeigte jedoch, dass ich Eiweiß genetisch bedingt schlechter verstoffwechsle. Also passte ich meine Ernährung an. Nach fünf Wochen hatte ich mehr Energie und sechs Kilogramm weniger auf der Waage.
Plötzlich ergab vieles Sinn
Spannend war auch der Bereich Persönlichkeit. Wie gehe ich mit Stress um? Brauche ich eher Ruhe oder Herausforderungen? Zu verstehen, warum ich so reagiere, hat meinen Blick auf mich selbst verändert.
Auch beim Sport überraschte mich die Analyse. Sie zeigte, dass mein Körper auf bestimmte Belastungen besser anspricht und Regeneration für mich besonders wichtig ist. Statt mehr trainierte ich gezielter – mit Erfolg.
Dieser Selbstversuch hat mir vor allem eines gezeigt: Gene nehmen uns keine Entscheidungen ab. Sie helfen aber, den eigenen Körper und seine Potenziale besser zu verstehen.
Doch wie entstehen diese Ergebnisse?
Diese Frage ließ mich nicht los. Deshalb traf ich Permedio-Gründer, Internisten und Genetik-Experten Doz. DDr. Stefan Wöhrer.
„Wir vergleichen Millionen genetischer Daten einer Person mit Tausenden internationalen Studien“, erklärt Dr. Wöhrer. Moderne KI könne diese Datenmengen auswerten und wissenschaftlich fundierte Hinweise darauf liefern, wie unser Körper auf Ernährung, Sport, Stress oder Medikamente reagiert.
„Auch das Risiko für gewisse Erkrankungen kann auf Basis der Gene bestimmt werden. Das kann Leben retten“, sagt Dr. Wöhrer.
Sollten Sie Interesse an einer genetischen Analyse haben, informieren Sie sich unter permedio-genetik.com.
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