Klare Ansage

Rangnick schuld an Schöttel-Aus? „Quatsch!“

Fußball National
14.09.2026 17:38
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll will die Suche nach dem neuen Sportdirektor des Fußball-Verbands noch in diesem Jahr abschließen. Wie der Niederösterreicher am Montag mitteilte, werde derzeit von den beiden Geschäftsführern Thomas Hollerer und Bernhard Neuhold ein Anforderungsprofil erstellt. Wer Peter Schöttel nachfolgen könnte, ließ Pröll offen – Teamchef Ralf Rangnick verwehrte sich in diesem Zusammenhang dagegen, schuld am Aus von Schöttel zu sein …

In den kommenden Wochen soll jedenfalls eine Person gefunden werden, die „persönlich, fachlich und menschlich überzeugend ist und im Schnittpunkt Breitenfußball, Bundesliga und Nationalmannschaften proaktiv und dynamisch eine wichtige Scharnierfunktion im österreichischen Fußball wahrnimmt“, sagte Pröll. Außerdem meinte der Verbandschef: „Ich halte nichts von Netzwerken und anderen Dingen, oder Zurufe zu bekommen, wer sich aller etwas verdient hätte. Wir brauchen ein Profil und die beste Person“, erklärte der 58-Jährige, ohne auf Spekulationen einzugehen.

Entschieden wird die Personalie von einer Arbeitsgruppe, der neben Pröll, Hollerer und Neuhold auch die beiden Aufsichtsratschef-Stellvertreter Johannes Wutzlhofer und Philip Thonhauser angehören. Möglicherweise wird ein externer Headhunter beigezogen. Das Anforderungsprofil solle „eher offen“ gestaltet werden, so Pröll. Im Fokus stehen demnach Persönlichkeitsstruktur, Österreich-Wissen (Pröll: „Ohne damit die Nationalität einzuengen“), Gestaltungswille, die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, und Stärken im Management-Bereich.

Posten wird nicht ausgeschrieben
Ausgeschrieben wird der Job laut Pröll nicht. „Wir werden auf einige zugehen, die für uns interessant sind, und wir wehren uns nicht dagegen, wenn jemand auf uns zukommt.“ In den Entscheidungsprozess soll auch Teamchef Ralf Rangnick einbezogen werden. „Wir wären nicht ganz bei Trost, wenn wir uns nicht seine große sportliche Kompetenz anhören würden“, meinte Pröll.

Rangnick betonte, er sei in den Beschluss zur Trennung von Schöttel nicht eingebunden gewesen. „Ich habe mit Peter gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet.“ Die Theorie, dass er und Schöttel sich nicht verstanden hätten, sei „Quatsch“, versicherte Rangnick. Pröll lobte Schöttel für dessen „empathischen Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ÖFB“. Man sei aber zu der Erkenntnis gelangt, dass der Verband „neue Impulse“ benötige.

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