Das Vorarlberger Silvrettagebiet mit dem eindrucksvollen Stausee ist heute ein Magnet für Wanderer, Biker und Bustouristen – doch entstanden ist die Kraftwerksanlage in der Zeit des Nationalsozialismus. Wer genau hinsieht, kann davon heute noch Spuren erkennen.
Wo heute fröhlich gestimmte Urlauber Zerstreuung suchen und der heimische Energieversorger Illwerke VKW nahezu unbemerkt für die Produktion von grünem Strom sorgt, herrschten einst Angst und Schrecken. Zwar lagen die Pläne für die Kraftwerksanlagen in der Silvrettaregion schon seit Jahren in der Schublade, umgesetzt wurden sie aber erst, als Österreich ein Teil Nazideutschlands geworden ist. Zuvor übte das NS-Regime Druck auf Österreich aus und verhinderte den Ausbau, um die Arbeitslosigkeit des kleinen Nachbarlands weiter ausufern zu lassen und damit die Regierung noch mehr zu schwächen. Möglich war das, weil damals die Mehrheitseigentümer der Illwerke nicht in Vorarlberger, sondern in deutscher Hand waren.
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