Vorarlberg-Schreck

GAK schlägt nach Austria Lustenau auch Altach!

Bundesliga
12.09.2026 18:51
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Zum zweiten Mal in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga gewinnt der GAK und zum zweiten Mal muss ein Vorarlberger Klub daran glauben! Nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SC Austria Lustenau Anfang August durften die Grazer Rotjacken heute auswärts auch einen Dreier gegen den SCR Altach bejubeln ...

Die Rheindörfler mussten sich dem GAK trotz eines klaren Chancen-Plus mit 1:2 geschlagen geben, das eine Tor von Yann Massombo (25.) reichte gegenüber den Treffern von Yannick Oberleitner (6.) und Alexander Hofleitner (38.) nicht für einen Punktgewinn. Während die Gäste durch ihren ersten Liga-Sieg unter Neo-Coach Gerald Scheiblehner in der Tabelle vorerst einen Sprung auf Platz 6 machten, bleibt Altach Vorletzter ...

Massombo stand erstmals nach dem Theater um den von ihm angestrebten, aber gescheiterten Wechsel zu Sturm Graz in der Liga in Altachs Startformation. Scheiblehner plagten erneut Personalsorgen. Abwehr-Routinier Michael Sollbauer absolvierte sein erstes Liga-Spiel für den GAK. Im Mittelfeld-Zentrum kam Christopher Cvetko anstelle des an Bandscheibenproblemen laborierenden Tobias Koch zu seiner Startelf-Premiere für die Grazer.

GAK effizient wie lange nicht
Diese nützten bereits den ersten Eckball der Partie. Oberleitner schlug per Kopf zu. Corner-Schütze Peter Michorl bejubelte in seinem insgesamt 200. Bundesliga-Spiel seinen schon 48. Assist. Auf der Gegenseite traf Niklas Niehoff aus Abseitsposition die Oberkante der Latte (20.). Einen abgerissenen Schuss von Ousmane Diawara aus guter Position vermochte der Deutsche nicht zu verwerten (24.).

(Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

Eine Minute später ließ sich der GAK von einem schnell ausgeführten Einwurf von Benjamin Böckle überraschen, Massombo traf sehenswert ins kurze Kreuzeck. Seine Transferposse im Sommer scheint der Franzose hinter sich gelassen zu haben. Auch das Altacher Publikum wirkte weitgehend versöhnt, Pfiffe waren im Schnabelholz nicht zu vernehmen.

Allerdings präsentierten sich die Gäste vor 4152 Zuschauern effizient wie lange nicht. Hofleitner nahm eine Flanke von Liam Hermesh im Angriffszentrum geschickt an, Altach-Verteidiger Rassa Rahmani kam nicht in den Zweikampf, und der GAK-Stürmer brachte sein Team erneut in Front. Niehoff brachte den Ball mit der Ferse nicht an GAK-Goalie Cican Stankovic vorbei (32.). Nach Seitenwechsel verfehlte Mike-Steven Bähre dessen Querpass – und auch Diawara brachte das Spielgerät nicht im Tor unter (56.).

Die Altacher hatten mehr Spielanteile, wurden in der Schlussphase aber nicht mehr zwingend genug. Der GAK brachte den ersten Auswärtssieg nach davor drei Liga-Niederlagen in der Fremde mit einer kompakten Defensivleistung über die Zeit. Bei Scheiblehners Premiere vor zwei Wochen gegen den WAC hatte es trotz langer Überzahl wegen mangelnder Chancenverwertung nur zu einem 0:0 gereicht.

(Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

Altachs Misere hält an
Altach kassierte die vierte Liga-Niederlage in Folge. Erst drei Punkte stehen für den Cup-Finalisten der Vorsaison zu Buche. Auch das Schnabelholz ist keine Heimfestung mehr. Nach einem 3:1 gegen die WSG Tirol hatten die Vorarlberger im August bereits gegen Hartberg zu Hause 1:2 verloren. Der GAK bleibt ein ungeliebter Gegner. Von den neun Duellen seit dem Wiederaufstieg der Grazer haben die Altacher nur eines gewonnen – und vier verloren. Chance zur Revanche gibt es im Cup-Achtelfinale, in dem die „Rotjacken“ Ende Oktober erneut in Altach gastieren.

Das Ergebnis:
SCR Altach – GAK 1:2 (1:2)
Altach, Schnabelholz-Stadion, 4152 Zuschauer, Schiedsrichter Spurny 

Tore: 0:1 (6.) Oberleitner, 1:1 (25.) Massombo, 1:2 (38.) Hofleitner

Gelbe Karten: Jäger bzw. Hofleitner

Altach: Stojanovic – Jäger, Milojevic, Rahmani (80. Cosgun) – Niehoff, Demaku (90. Eisschill), Bähre, Böckle – Massombo (80. Krstovic), Diawara (80. Hrstic), Greil (68. Elongo-Yombo)
GAK: Stankovic – Owusu, Sollbauer, Oberleitner – Anderson, Michorl, Cvetko (79. P. Markovic), Lichtenberger (71. Smits) – Hofleitner, Maderner (57. Grosse), Hermesh (57. Gragger)

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