Horror von Marchtrenk

Ex-Frau: Nase gebrochen und auch Hund geprügelt

Österreich
10.09.2026 05:00

Hinter der Fassade des vermeintlich rechtschaffenen Lkw-Fahrers verbergen sich tiefe menschliche Abgründe. Der Oberösterreicher (51) präsentierte sich einerseits als treu sorgender Ehemann und Vater einer jugendlichen Tochter, andererseits chattete er mit einem mutmaßlichen Vergewaltigungs-Komplizen über abartige Gewaltfantasien.

Der Marchtrenker soll seine Frau um 500 Euro verkauft und Fremden zum Missbrauch überlassen haben – die „Krone“ deckte den Fall am Mittwoch auf. Am Ende war die 39-Jährige tot. Mutmaßlich zu Tode missbraucht.

Einen Blick hinter die Fassade und auf das böse Ich – lesen Sie auch die Analyse von Profilerin Patricia Staniek – liefert in dem Horror-Akt der Staatsanwaltschaft Wels die Aussage der ersten Ehefrau des in U-Haft sitzenden Hauptverdächtigen, mit der er ebenfalls Kinder hat. Sie beschreibt, wie ihr Gatte in der Beziehung zu Gewalt neigte – sie sei wegen dieser Schilderungen auch von seiner Familie unter Druck gesetzt worden ...

Selbst Familienhund machte sich vor Angst an
„Besonders schlimm wurde es nach der Geburt unseres jüngsten Sohnes“, so die heute 48-Jährige in ihrer Aussage. Das ging so weit, dass sie den Familienhund weggeben musste, weil dieser sich schon beim Anblick des bulligen Mannes vor lauter Angst anmachte. „Chipsi“ sei bei jeder Kleinigkeit von ihrem Mann „richtig gedroschen“ worden. Die Ex-Frau sprach von „extremen Misshandlungen“ des Tieres.

„Schlug mir mit beiden Fäusten ins Gesicht“
Seine sexuellen Neigungen wollte der Oberösterreicher demnach mit anderen Paaren ausleben. „Ich war jedoch immer dagegen und wollte das nicht“, gibt die Ex-Ehefrau zu Protokoll. Schockierend dann ein Vorfall, der schließlich zur Scheidung führte. Nach einer Einladung drehte ihr Mann komplett durch. Die Mutter: „In der Folge setzte er sich (...) auf mich drauf und schlug mir mit beiden Fäusten abwechselnd ins Gesicht. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Irgendwann hat er von mir abgelassen und ging schlafen.“

Nase gebrochen, Kiefer geprellt
Am nächsten Tag stellte der Arzt eine Kiefer- und Jochbeinprellung sowie einen Nasenbruch fest. Kurz darauf erfolgte die Trennung – und die Gewaltfantasien wurden zur tödlichen Wirklichkeit ...

„Man hat nur manchmal einen Pumperer gehört“
Derweil herrschen in der Stadtrandsiedlung in Marchtrenk Fassungslosigkeit und Betroffenheit. Ein Nachbar, der Tür an Tür mit dem Hauptverdächtigen wohnte: „Wir haben überhaupt nichts mitgekriegt. Ich war platt, als ich gelesen hab, was da neben uns passiert ist. Drüben war es immer ganz still, man hat nur manchmal einen Pumperer gehört.“

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