Die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz braucht mehr Platz für ihre Verwaltung – und findet diesen ausgerechnet in einem legendären Ausstellungsraum.
Die Räumlichkeiten des Magazin4 in Bregenz oberhalb des Kulturamts der Landeshauptstadt soll als Ausstellungsfläche ausgedient haben und dafür künftig Platz für Verwaltung schaffen. Das erklärte jüngst Kultur-Stadtrat Reinhold Einwallner (SPÖ).
Der zweite Stock des Magazin4 diente seit dem Jahr 1997 als Ausstellungsfläche, zudem war es die Heimat des ambitionierten Bregenzer Kunstvereins, gegründet unter anderen vom langjährigen Kulturamtsleiter Wolfgang Fetz und Ex-Kunsthalle-Wien-Direktor Gerald Matt.
Ersatzräume für die Kunst?
Die für die Umwandlung nötigen Beschlüsse sollen noch in diesem Herbst in der Stadtvertretung getroffen werden, bereits im kommenden Jahr sollen dann Büros in dem markanten Gebäude eingerichtet werden. Damit scheint das Schicksal des Magazin4 besiegelt zu sein. Kurioserweise sollen aber andere Räumlichkeiten als Ersatz für die Ausstellungsfläche gesucht werden.
Das Ende des Magazin4 als ambitionierter Raum für Kunst nahm bereits im Jahr 2017 seinen Anfang, damals zog der Bregenzer Kunstverein nach einem Disput zwischen Fetz und der Stadt aus. Die Stadt wollte unter Fetz-Nachfolgerin Jutta Dieing das Magazin4 einer breiteren Bevölkerungsschicht öffnen, das Programm verlor sein Profil.
Das Gebäude diente einst als Lager für die Firma Pircher, erbaut wurde es in den Jahren 1927 und 1928 nach Plänen von Willibald Braun. 1980 ging die Immobilie dann in das Eigentum der Stadt Bregenz über, 2006 und 2007 wurde den Räumen nach Plänen der Architekten Cukrowicz Nachbaur ihre heutige Gestalt verliehen. Im ersten Stock sind die Räume der Kulturabteilung von Bregenz untergebracht, im Erdgeschoß ein Veranstaltungsraum samt Bar.
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