Nvidia hat am Donnerstag ein Angebot für die Übernahme der Software-Plattform Hugging Face um knapp 13 Milliarden Dollar (rund 11,23 Milliarden Euro) gelegt. Damit will der Chipkonzern in das Geschäft mit quelloffener Künstlicher Intelligenz einsteigen.
Die Plattform gilt als zentrale Anlaufstelle für Entwickler. Dort können sie frei zugängliche KI-Modelle herunterladen und beliebig modifizieren. Viele Programmierer nutzen die Plattform zudem für ihre Zusammenarbeit.
Die Nachfrage nach KI-Modellen, deren Programmcode oder Trainingsdaten frei zugänglich sind, nimmt rasant zu, weil ihre Nutzung in der Regel deutlich günstiger ist als der Einsatz der Programme von Anbietern wie OpenAI oder Anthropic. Die Open-Source-Modelle chinesischer Unternehmen wie Deepseek, Z.ai oder Moonshot sind dabei in puncto Leistungsfähigkeit oft auf Augenhöhe mit der westlichen Konkurrenz.
Sicherung der Nachfrage
Für Nvidia ist die Übernahme von Hugging Face eine Möglichkeit, künftige Nachfrage nach KI-Prozessoren sicherzustellen. Viele Technologiekonzerne wie die Alphabet-Tochter Google, die Facebook-Mutter Meta oder der Softwarekonzern Microsoft arbeiten an eigenen KI-Chips, um ihre Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren.
Zu den bisherigen Investoren von Hugging Face zählen die Halbleiter-Hersteller Intel und AMD sowie der Online-Händler Amazon. Das 2016 gegründete US-Start-up geriet vor einigen Wochen in die Schlagzeilen, als ein außer Kontrolle geratenes KI-Modell von OpenAI die IT-Systeme von Hugging Face angriff.
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