Taxilenker Caner Cinar teilt kuriose Erlebnisse seines Chauffeur-Alltags im Internet. Seine Frau brachte ihn auf die Idee, kurze Videos auf der Plattform TikTok zu teilen. Jetzt hat ihn ausgerechnet ein Fast-Unfall mit einem Polizeiauto bekannt gemacht ...
Ein Polizeiauto, das entgegen der Einbahn in weitem Bogen auf die Staatsbrücke rast, ein Taxifahrer, der ausweicht, und im Hintergrund spielt Mozart – es ist das meistgesehene Video, das Caner „Jay“ Cinar bisher auf TikTok gepostet hat (siehe unten).
Der Stadt-Salzburger ist dort als „taxi.diaries“ (Taxi-Tagebücher) unterwegs und will unterhalten: „Es soll nie beleidigend oder aggressiv sein – das wäre ein No-Go“, sagt er im Interview zur „Krone“ und ergänzt: „Ich will damit auch zeigen, dass Taxifahrer in der Regel keine Ungustl, sondern gemütlich sind.“
Bei seinen kuriosen Erlebnissen muss Cinar manchmal aber auch streng sein, etwa wenn ein Fahrgast mit einer brennenden Zigarette einsteigt. Einmal machten es sich gleich fünf Leute auf den vier Sitzen gemütlich und boten für die illegale Fahrt zehn Euro Trinkgeld. Natürlich wurde abgelehnt.
Dass die Polizei schnell gegen die Einbahn fährt, kann man ihr nicht übelnehmen. Zum Glück hat meine Kundin im Auto sehr entspannt darauf reagiert.
Caner „Jay“ Cinar über das Video
Trotzdem zählen angeheiterte Fahrgäste zu Cinars liebsten Kunden: „Die sind meistens gut drauf und gesprächig.“ Schwieriger sei es mit Passagieren, die ihm aufgrund seines Migrationshintergrundes mit Vorurteilen begegnen. „Ich bin hier geboren und ein waschechter Stierwascher“, sagt er.
Ausschlaggebend für den TikTok-Kanal war Cinars Frau: „Sie ist in der Beautybranche selbstständig und wir haben uns beim Abendessen immer lustige Geschichten unserer Kunden erzählt.“
Nach Gerichtsverfahren Dashcam zugelegt
Auf Anraten eines Juristen legte er sich nach einem Freispruch vor Gericht – ein betrunkener Gast hatte ihn beschuldigt – eine Dashcam zu. Mit dieser sei das Filmen einfach, die Passagiere informiere er immer.
Dennoch ist Cinar damit entsprechend vorsichtig. Er verpixelt seine Fahrgäste, um auf Nummer sicher zu gehen.
Wesentlich zu lang für ein Video wäre übrigens seine weiteste spontane Taxifahrt gewesen. Diese führte ihn mit einem Fahrgast vom Salzburger Hauptbahnhof nach Hamburg.
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