Apple sieht sich wegen seiner Regeln zum App-Tracking in Großbritannien einer Klage von mehr als zwei Milliarden Pfund (rund 2,3 Milliarden Euro) konfrontiert. Sie wurde am Donnerstag im Namen von App-Entwicklern beim zuständigen Wettbewerbsgericht in London eingereicht.
Die Klage ist das Ergebnis jahrelanger behördlicher Prüfungen der 2021 von Apple eingeführten „App Tracking Transparency“-Funktion. Mit ihrer Hilfe können Apple-Nutzer entscheiden, welche Aktivitäten eine Drittanbieter-App oder -Internetseite nachverfolgen darf. Nach Ansicht der Anwälte der Klägerseite sieht die Funktion für App-Entwickler von Drittanbietern jedoch strengere Anforderungen vor als für Apples eigene Dienste.
Ann Pope, eine ehemalige hochrangige Beamtin der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, die die Klage führt, sagte, Apples Vorgehensweise habe „Unternehmen, die auf Apple als Gatekeeper angewiesen sind, erheblichen Schaden zugefügt“.
Die App-Tracking-Funktion steht seit Jahren im Fokus von Wettbewerbsbehörden. Erst Mitte August hatte Apple im Streit mit dem deutschen Bundeskartellamt interne Regeln geändert, nach denen App-Anbieter auf iPhones und iPads Nutzerdaten für personalisierte Werbung verwenden können. Mit den verbindlichen Zusagen des US-Tech-Riesen würden die Abfragefenster für eigene Angebote und für Apps anderer Anbieter deutlich stärker angeglichen, hatte die Bonner Behörde mitgeteilt. Dieses Verfahren gegen Apple sei damit abgeschlossen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.