Wegen Drohnenattacke

Außenministerin lädt russischen Botschafter vor

Außenpolitik
02.09.2026 18:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat den russischen Botschafter in Wien einbestellt – als „Reaktion auf den hybriden Angriff in Leipzig durch Russland“, wie die Ministerin erklärte. 

„Hybride Angriffe bedrohen unsere Sicherheit. Jetzt geht es um Solidarität und Geschlossenheit innerhalb Europas“, wurde Meinl-Reisinger in einer Aussendung des Außenministeriums zitiert. Weiters ließ Meinl-Reisinger wissen: „Auf EU-Ebene poche ich auf eine scharfe Verurteilung durch die 27 EU-Staaten“, sagte die Ministerin.

„Das EU-Sanktionsregime gegen hybride Bedrohungen ermöglicht uns, gezielt auf destabilisierende Aktivitäten zu reagieren.“ Sie dränge darauf, „dieses Regime jetzt zu nutzen, damit wir für Russland den Preis für Aggressionen erhöhen.“

Der Drohnen-Vorfall in Leipzig

Am Flughafen Leipzig war am Abend des 4. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

In den vergangenen Wochen habe Russland seine Aggression gegen Europa ausgeweitet, stellte die Außenministerin fest. „Unsere Aufgabe ist jetzt, gemeinsam mit unseren europäischen Partnern unsere Resilienz gegen hybride Angriffe zu stärken und vorbereitet zu sein.“

EU-Minister planen Russland-Sanktionen
Nach einem versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen der ostdeutschen Stadt Leipzig bereiteten die EU-Außenministerinnen und -minister am Mittwoch weitere Sanktionen gegen Russland vor. Die EU-Staaten stellten sich am Mittwoch bei einem Treffen in Irland, bei dem Österreich durch Staatssekretär Sepp Schellhorn (NEOS) vertreten war, hinter Deutschland.

Mehrere Staaten bestellten Botschafter ein
Viele von ihnen bestellten russische Botschafter ein. Moskau bestellte seinerseits den deutschen Geschäftsträger ein. Die deutschen Behörden ermitteln inzwischen gegen zwei Tatverdächtige.

Die Bundesregierung in Berlin hatte am Dienstag Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen verhängt. Das russische Generalkonsulat in Bonn sowie das als Kulturinstitut gegründete „Russische Haus“ in Berlin müssen schließen.

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