Umfrage zum Schulstart

Das bereitet Junglenkern die größten Probleme

Österreich
04.09.2026 07:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zum Schulbeginn sind wieder besonders viele Kinder auf Österreichs Straßen unterwegs. Eine aktuelle ÖAMTC-Befragung zeigt nun: Gerade junge Lenker sind in ihrer Nähe besonders aufmerksam. Wissenslücken gibt es allerdings beim Vertrauensgrundsatz und auch das Einparken sorgt bei vielen Führerscheinneulingen noch für Probleme.

Die Befragung wurde im Sommer 2026 in den ÖAMTC Fahrtechnik Zentren durchgeführt. Insgesamt nahmen 320 Führerscheinneulinge teil, 80 Prozent davon waren höchstens 20 Jahre alt.

Einparken macht die größten Probleme
43 Prozent der Befragten nennen das Einparken in enge Parklücken als größte Herausforderung. Dahinter folgt mit 29 Prozent das Fahren im Stadtverkehr. Schlechtwetterfahrten und das Navigieren in starkem Verkehr bereiten jeweils 22 Prozent Schwierigkeiten.

„Einparken in enge Parklücken und Fahren im Stadtverkehr während des Alltags gezielt trainieren – nicht meiden“, rät Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

Begriff „Vertrauensgrundsatz“
96 Prozent der Befragten kennen zwar den Begriff „Vertrauensgrundsatz“, doch nur 63 Prozent wissen auch, was er bedeutet: Lenker dürfen grundsätzlich darauf vertrauen, dass sich andere Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsregeln halten.

Von jenen, die den Grundsatz richtig erklären konnten, wussten 88 Prozent, dass Kinder davon ausgenommen sind. „Bei Kindern im Straßenverkehr sollte man nie auf regelkonformes Verhalten vertrauen, sondern immer bremsbereit sein, ausreichend Abstand halten und Ablenkungen vermeiden“, betont ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

Kinder im Straßenverkehr unvorhersehbar
98 Prozent der jungen Lenker geben an, bei Kindern in ihrer Nähe besonders aufmerksam zu sein. 64 Prozent sind sich bewusst, dass sich Kinder im Straßenverkehr unvorhersehbar bewegen können.

Mehr als ein Viertel der Befragten hat bereits fordernde Situationen mit Kindern erlebt. Besonders häufig an Kreuzungen (30 Prozent), bei Wohnsiedlungen (27 Prozent) und vor Schulen (24 Prozent). Gerade zum Schulbeginn appelliert der ÖAMTC daher an eine angepasste Fahrweise und besondere Rücksicht.

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