„Stopplicht“-Kolumne

Branchenführer fordern Umdenken in der Formel 1

Formel 1
04.09.2026 07:38

Die Formel-1-Fans fiebern dem Klassiker in Monza entgegen, die neue Motoren-Generation sorgt dennoch nach wie vor für Unmut. Eine Kolumne von „Krone“-Sportchef Peter Moizi ...

Historische Kurven wie die Parabolica, die grenzenlose Begeisterung der Tifosi, die Liebe zu Ferrari und das pure Rennsport-Feeling machen die Atmosphäre einzigartig: Der Grand Prix von Italien gehört zu den größten Klassikern im Motorsport – eine emotionale Pilgerstätte, ein lebendiger Formel-1-Mythos und eine faszinierende Highspeed-Jagd. Atemberaubend.

Batterie-Management statt waghalsiger Brems-Manöver
Ein Szenario, das bei manchen Piloten vielleicht den Frust vergessen lässt. Viele Stars sind verärgert, dass das neue Motorenreglement das klassische Racing ausbremst. Statt das Limit zu jagen oder,wie bei Superstar Max Verstappen, möglichst spät zu bremsen, mutieren die Fahrer zu Batterie-Managern. Auf der Geraden muss man etwa vom Gas gehen, um den Energiehaushalt aufzuladen. Im Qualifying hängt die perfekte Runde nicht mehr vom puren fahrerischen Talent und Mut ab, sondern von der Software-Einstellung der Batterie. Verrückt – manche Kurven müssen bis zu 50 km/h langsamer gefahren werden, sonst verliert der Bolide auf der anschließenden Geraden Sekunden, weil die Batterie leer ist …

Die Branchenführer fordern ein Umdenken, das Hybrid-Verhältnis von 50:50 soll entschärft werden, damit die Batterie die übermächtige Rolle verliert. Die Fans fordern mehr Vollgas, doch der Spagat zwischen traditionellem Motorsport und gesellschaftlicher Relevanz ist schwer zu meistern.

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