Die schiitischen Houthi-Rebellen sind im seit Jahren andauernden Bürgerkrieg im Jemen. Sie nahmen die Hafenstadt Mokka ein und weiteten damit ihren Einfluss auf die Meerenge Bab al-Mandab aus, die als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt gilt. Saudi-Arabien ist besorgt und bittet die USA nun um militärische Hilfe. Doch Washington lehnt ab, die US-Führung will sich offenbar nicht in einen weiteren bewaffnten Konflikt stürzen.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge vergeblich zu Militärschlägen gegen die Houthi-Rebellen gedrängt. Der Monarch habe Trump am Donnerstag zweimal angerufen und zu den Angriffen auf die vom Iran unterstützte Miliz aufgefordert, berichtet das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter. Trump habe die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung wolle sich auf den Konflikt mit dem Iran konzentrieren, heißt es.
Die USA seien zwar ebenfalls besorgt über den wieder eskalierenden Konflikt und weiteten ihre Unterstützung für Saudi-Arabien aus. Eine direkte militärische Beteiligung wolle die Trump-Regierung aber vermeiden, schreibt „Axios“. Für Saudi-Arabien ist der Seeweg als alternative Route für den Öl-Export durch das Rote Meer besonders wichtig, da die Straße von Hormuz wegen des Kriegs zwischen den USA und dem Iran weitgehend blockiert ist.
Pakistan warnt Iran wegen Houthi-Attacken
Die Houthis hatten sich im März aufseiten des Iran in den Krieg eingeschaltet und im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Zudem eskalierten zuletzt auch die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Houthis wieder. Saudi-Arabien löste am Donnerstag in der südwestlichen Stadt Khamis Mushait wegen Angriffen der Miliz mehrmals Luftalarm aus.
Pakistan forderte den Iran nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Islamabad angesichts der eskalierenden Kämpfe im Jemen indes mehrfach auf, die mit Teheran verbündeten Houthi zu zügeln. Bei einem kürzlichen Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe dieser etwa eine Warnung an den Iran ausgesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus pakistanischen Geheimdienstkreisen. „Ihr bekommt es mit uns zu tun“, habe Munir die Führung in Teheran gewarnt, sollten die Houthi-Rebellen tatsächlich Pläne zur Störung der Schifffahrt im Roten Meer wahr machen.
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