Taylor Fritz hat seinem Ärger über die im Handel erhältlichen Tennisbälle freien Lauf gelassen. Der US-Star beklagt auf X massive Unterschiede zu den angeblich identischen Turnierbällen und warnt sogar vor negativen Folgen für sein Spiel.
Nach seinen Einsätzen in Washington, Cincinnati und bei den US Open habe Fritz ein sehr gutes Gefühl für die dort verwendeten Wilson-Bälle entwickelt. Mit diesen sei er auch zufrieden gewesen. Seit seiner Rückkehr nach Hause sehe die Sache jedoch völlig anders aus.
„Unglaublich weich und tot“
„Sie werden als dieselben Bälle verkauft, beworben und gekennzeichnet, aber wie sie sich beim Schlag verhalten und anfühlen, könnte unterschiedlicher nicht sein“, schimpfte der US-Amerikaner auf X. Die Trainingsbälle würden sich „wie Kinderbälle mit grünem Punkt“ anfühlen: „Unglaublich weich, tot und sie fliegen nirgendwohin.“
Ein ungeeigneter Platz oder eine fehlerhafte Lieferung seien laut Fritz als Ursachen auszuschließen. Er habe Bälle aus mehreren Kartons getestet und dabei stets dieselben Erfahrungen gemacht. Auch andere Spieler hätten ihm nach den US Open von ähnlichen Problemen berichtet.
Fritz warnt vor schlechten Gewohnheiten
Besonders ärgerlich sei der enorme Kraftaufwand: „Ich muss meinen ganzen Körper in die Schläge werfen und so hart schwingen, wie ich nur kann, um einen normalen Rallyeball zu produzieren.“ Dadurch müsse er seine Schlagtechnik an einen Ball anpassen, der sich völlig anders verhalte als jener im Wettkampf.
„Wir müssen mit denselben Bällen trainieren können, mit denen wir auch spielen“, forderte Fritz. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe er bei Wilson und Dunlop deutliche Unterschiede zwischen den im Handel erhältlichen Bällen und ihren vermeintlich identischen Turnierversionen festgestellt. Auf Profiniveau beeinflusse das sogar den Aufbau der Ballwechsel und die Risikobereitschaft bei den Schlägen.
„Bitte Hilfe suchen“
Einen positiven Aspekt konnte Fritz der Sache mit einem Augenzwinkern dennoch abgewinnen: Weil er bei jedem Schlag deutlich mehr Kraft benötige, sei das Training zumindest gut für seine Ausdauer gewesen.
Zugleich stellte der US-Star klar, dass seine Kritik keinesfalls als Ausrede für eine Niederlage zu verstehen sei. Wer diesen Zusammenhang herstelle, solle „bitte Hilfe suchen“.
Fritz: „Wie ich bereits gesagt habe, mochte ich die Turnierbälle wirklich. Bei diesem Wutausbruch geht es darum, dass ich sie nach dem Turnier auch zu Hause im Training haben möchte.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.