Bis 2018 surft der Cisco-Studie zufolge die Hälfte der Weltbevölkerung online – einer Prognose der Vereinten Nationen folgend entspricht dies rund 3,8 Milliarden Menschen. Mehr als jeder Zweite (53 Prozent) speichere dann persönliche Dateien wie Fotos, Videos, Musik und Dokumente nicht mehr ausschließlich lokal auf dem eigenen Computer, Tablet oder Smartphone, sondern in der Cloud, so der Netzwerkausrüster in einer Mitteilung.
Weltweiter Datenverkehr in Rechenzentren verdreifacht sich
Der weltweite Datenverkehr in Rechenzentren verdreifacht sich im gleichen Zeitraum und wächst von 3,1 auf 8,6 Zettabyte – ein Zettabyte sind eine Billion Gigabyte – pro Jahr. In Westeuropa nimmt der Datenverkehr um 20 Prozent zu und steigt von 516 Exabytes auf 1,3 Zettabytes pro Jahr. Besonders dynamisch ist das Wachstum in Zentral- und Osteuropa: Hier steigt der Datenverkehr in Rechenzentren laut Cisco bis 2018 von 190 auf 640 Exabytes pro Jahr. Diese Angaben umfassten sowohl den Datenverkehr, der zwischen Rechenzentren fieße, als auch innerhalb von Rechenzentren sowie zwischen Nutzern und Rechenzentren, hieß es.
An der Spitze der Cloud-Nutzer steht Nordamerika, gefolgt von Westeuropa, die zusammen 82 Prozent des weltweiten Cloud-Datenverkehrs verursachen.
Österreich bereit für die Cloud?
Voraussetzung für die Nutzung von Cloud-Diensten sei eine hohe Netzwerk-Bandbreite. In Österreich können Cloud-Nutzer Dateien mit einer durchschnittlichen Latenzzeit von 48 Millisekunden und Geschwindigkeiten von 16.143 Kilobit pro Sekunde down- und 3.727 Kilobit pro Sekunde über das Festnetz uploaden. Up- und Downloads über das Mobilfunknetz benötigen etwas mehr Zeit: Hier betragen die Übertragungsgeschwindigkeiten im Durchschnitt 7.104 (Download) bzw 1.991 (Upload) Kilobit pro Sekunde bei einer Latenzzeit von durchschnittlich 98 Millisekunden. Mit diesen Werten entsprächen die österreichischen Netze dem europäischen Standard, so Cisco.
Die besten Festnetze gibt es in Hongkong, Japan, Korea, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien, Singapur, Schweden, der Schweiz und Taiwan. Die stärksten Mobilfunknetze haben dem Netzwerkausrüster zufolge Australien, Belgien, China, Dänemark, Korea, Luxemburg, Neuseeland, Oman, Katar und Uruguay.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.