Auf der einen Seite Transparenz und ein wenig Ungeduld. Auf der anderen Seite KI-Schreckensszenarien und intensive Skepsis. So stellen sich die Fronten bei der Diskussion rund um die 380-kV-Leitung in Kärnten dar.
Selbst Mitarbeiter der Austrian Power Grid (APG) für die geplante 380-kV-Leitung, die sich durch Kärnten und Teile Osttirols ziehen wird, wissen, dass es nicht nur Fans gibt.
Und weil ihnen bewusst ist, dass eine Hochspannungsleitung in Sichtdistanz vom Eigenheim oder Ausflugsziel wenig Begeisterung hervorruft, und ohne offizielle Informationen Gerüchte wie die Schwammerl sprießen, versuchen sie es mit Transparenz. „Das ist eine Lektion, die wir aus Salzburg gelernt haben“, erklärt APG-Projektleiter Wolfgang Hafner oft. „Wir führen Tausende Gespräche mit den Menschen.“
Dass der Ringschluss für die Energiewende, die voll am Laufen ist, für die Gegner und Zweifler ein schwacher Trost ist, liegt auf der Hand. Passieren wird er wohl trotzdem – auch in Salzburg konnten unzählige Initiativen und ihre Klagen den Bau nicht verhindern.
Maximaler Schrecken dank KI
Trotzdem hat sich Widerstand formiert – mit einer anderen Mittelwahl. So finden sich auf den Internetseiten und in den Infomaterialien veritable Schreckensszenarien – fast ausschließlich mit Künstlicher Intelligenz für maximale Wirkung generiert. Und immer wieder wird betont, dass es gar keinen erhöhten (Strom)-Bedarf gebe.
Es gibt sogar ein KI-Lied, „Unsere Berge, unsere Stimme“, und ein KI-Video, bei dem Strommasten aus dem Boden förmlich explodieren. Dass für deren Produktion der mehrtägige Strombedarf eines Kärntner Haushalts draufgegangen sein dürfte, fällt wohl unter Satire ...
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