Das war wenig meisterlich! Der FC Thun hat am Donnerstagabend in der Qualifikation zur Europa League eine historische 0:7-Klatsche gegen Lech Posen kassiert. Die sportliche Ohrfeige schallt auch am Freitag noch nach. Auch ein ÖFB-Legionär wurde zur tragischen Figur.
Vor wenigen Wochen durfte Thun noch die durchaus überraschende Meisterschaft in der Schweiz feiern – jetzt hat es auf dem europäischen Parkett ein böses Erwachen gegeben. Denn in der Play-off-Runde der Qualifikation zur Europa League wurde das Team vom polnischen Vertreter Lech Posen im Hinspiel richtig auseinandergenommen.
Nach 25 Minuten steht es schon 0:3. Doch die Schweizer versuchen weiter aggressiv zu spielen und öffnen damit das Tor zu einem Debakel. Trainer Gian-Luca-Privitelli übernimmt nach der Partie gegenüber „Blick“ die Verantwortung dafür: „Das geht auf meine Kappe, dass wir da nicht umstellen und so viele Räume zulassen. Als dann das große Selbstvertrauen beim Gegner kam, hat man die Qualitätsunterschiede gesehen.“
Dursun-Tor zählt nicht
Sein Team bricht schließlich auseinander. Zur Halbzeit steht es 0:5, am Ende steht eine historische 0:7-Klatsche. Erstmals auf europäischer Ebene für Thun, das damit auch den unrühmlichen Rekord des FC Basel aus dem Jahr 2012 egalisiert. Allerdings musste Basel damals im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Bayern München antreten.
Teil des Thuner Debakels war auch ÖFB-Legionär Furkan Dursun. Der Ex-Rapidler war auch der einzige der auf Schweizer Seite den Ball im Tor unterbringen konnte. Allerdings wurde sein Treffer wegen einer Abseitsstellung wieder aberkannt. Ein weiterer bitterer Randaspekt, an diesem historischen Europacup-Abend.
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