Es war 99 Jahre vor der Entdeckung Amerikas: Bereits 1393, also vor 633 Jahren, wurde der erste Wiesenmarkt in Bleiburg abgehalten. Damals für Viehhändler und Kaufleute. Seither schreibt das Traditionsfest auf der Wiesen bei der Stadteinfahrt Bleiburgs Geschichte.
Die vierte Jahreszeit in Unterkärnten steht kurz bevor: Von 4. bis 7. September findet der Bleiburger Wiesenmarkt statt. Der große Festzug mit „G’schirr und G’scherr“ rückt immer näher und die kleine Zeltstadt wächst.
„Für mich ist das eine Mutprobe. Es ist mein erster Markt, der übrigens neben den laufenden Amtsgeschäften aus dem Boden gestampft wird. Ich bin stolz auf ein so tolles Team“, sagt Bürgermeister Daniel Wrießnig. Der Marktreferent ist froh, dass ihm der langjährige Marktmeister Arthur Ottowitz zur Seite steht: „Die Infrastruktur steht, die ersten Zelte stehen ebenfalls, auch die Hightech-Fahrgeschäfte fahren bereits langsam vor und werden aufgebaut“, so Ottowitz, der das Festevent seit Jahrzehnten managt.
300 Standplätze gibt‘s auf den sieben Hektar Ausstellungsfläche für Krämer, Gastronomie und Vergnügungspark. Allein die Krämer bestellen 1,5 Kilometer mit ihren Standeln. Ottowitz: „Wir sind bereit und arbeiten alle auf Hochtouren.“ An die 20 Mitarbeiter, Bedienstete von Amt und Bauhof, sind für den optimalen Wiesenmarkt-Ablauf im Einsatz.
Bieranstich mit hausgemachtem Breznik-Bier
„Wie letztes Jahr erwarten wir auch heuer wieder mehr als 130.000 Besucher.“ Ein eigenes Zählsystem via Handy bestätigt die Besucherzahlen ganz genau. Der erste offizielle Bote nach außen ist das Aufstellen der Freyung, die am Samstag, 22. August (11 Uhr), bei einem Festakt am Kiki-Kogelnik-Freyungsbrunnen positioniert wird: „Somit wird die offizielle Wiesenmarktzeit verkündet.“ Da erfolgt übrigens auch der Wiesenmarkt-Bieranstich mit hausgemachtem Breznik-Bier.
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