Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kündigt bei der geplanten Lkw-Maut intensive Gespräche mit der Wirtschaft an. Der Fokus soll gezielt auf den Transit- und Ausweichverkehr gelegt werden.
Ab 2027 soll auf drei Landesstraßen eine Lkw-Maut gelten. Nach der Ankündigung gab es heftige Kritik aus der Wirtschaft. Befürchtet wurden Nachteile für den Standort sowie höhere Preise für Konsumenten. Im Mittelburgenland warnten ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und ÖVP-Landtagsmandatar Patrik Fazekas vor Ausweichrouten durch die Gemeinden.
Heimische Wirtschaft soll nicht geschwächt werden
Landeschef Hans Peter Doskozil (SPÖ) will nun bei den Mautplänen nachschärfen: „Die Intention war niemals, die heimische Wirtschaft zu schwächen oder burgenländische Unternehmen zusätzlich zu belasten.“ Man wolle den Transitverkehr und insbesondere jenen Schwerverkehr zur Kasse bitten, der die Landesstraßen als Ausweichrouten nutze. Doskozil und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) kündigten intensive Gespräche mit der Wirtschaft an. Man wolle gemeinsam einen neuen Entwurf erarbeiten.
„Praktikable Lösung finden“
Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth erklärte, jederzeit für konstruktive Gespräche bereitzustehen: „Uns geht es darum, gemeinsam eine praktikable Lösung für die heimischen Unternehmer zu finden.“ Die Industriellenvereinigung begrüßte den Dialog. Der Standort dürfe nicht verteuert werden, hieß es.
FPÖ-Mandatar Rudolf Smolej kritisierte, dass die rot-grüne Landesregierung „erst nach massivem Gegenwind aus der Bevölkerung und der Wirtschaft“ den Dialog suche.
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