„Hier nicht zu Hause“

Nach Oktoberfest-Sager: Eklat um ÖVP-Funktionär

Tirol
03.10.2026 10:41

Ein Tiroler VP-Funktionär und Unternehmer sorgte auf dem Münchner Oktoberfest für einen Rassismus-Eklat. Der Mann ist in einem Video, das zuletzt im Internet die Runde machte, zu sehen. Dort unterstellte er seinem Gesprächspartner, dass er hier nicht zu Hause sei, sondern die Deutschen. Es folgten mehrere Stellungnahmen.

„Du bist hier nicht zu Hause“ – mit diesen Worten startet ein Video, das derzeit in den sozialen Medien die Runde macht. Darin zu sehen ist ein Tiroler ÖVP-Funktionär, der mit einem Mann auf dem Münchner Oktoberfest diskutiert.

„Wer sagt das?“, entgegnet ihm der Mann. Daraufhin erklärt ihm der Tiroler, dass hier „die Deutschen“ zu Hause sind. Das Video ging viral und sorgte für einen handfesten Eklat. In den Kommentaren wurde der Unternehmer stark kritisiert.

Das Video der Auseinandersetzung sehen Sie hier:

Stellungnahmen folgten 
Der betroffene Unternehmer meldete sich via Social Media nun selbst zu Wort und nahm zum Video Stellung. Er erklärte, dass er „Dummheiten von sich gegeben habe, die nicht meine Werte widerspiegeln.“ „Ich habe zu viel getrunken und Dinge gesagt, die absolut inakzeptabel und nicht in Ordnung sind.“

Gleichzeitig entschuldigte er sich bei allen für sein Fehlverhalten. Er habe als Gemüsebauer täglich mit vielen Mitarbeitern aus dem Ausland zu tun. „Das, was ich gesagt habe, ist absolut nicht richtig und es tut mir leid.“

Auch die Tiroler Gemüsebauern veröffentlichten eine Stellungnahme. Darin distanzierte man sich ausdrücklich von den getätigten rassistischen Aussagen. „Sie sind inakzeptabel und stehen im Widerspruch zu den Werten unseres Vereins.“ Auch wenn der Unternehmer privat auf dem Oktoberfest war, ändere das nichts an der klaren Ablehnung dieser Aussagen. 

Weiter heißt es: „Respekt und ein fairer Umgang miteinander gelten unabhängig von der Herkunft oder Nationalität. Auf unseren landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten Menschen aus verschiedenen Nationen tagtäglich zusammen. Ihre Würde und ihr Anspruch auf respektvolle Behandlung stehen außer Frage.“ Auch ihnen gegenüber habe sich der Mann für die getätigten Aussagen entschuldigt und die Verantwortung übernommen.

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