Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Lenzing baut weltweit 2000 Stellen ab, Kapsch TrafficCom kämpft mit Verlusten, Palfinger verschiebt seine Finanzziele. Die österreichische Industrie steckt in einer tiefen Krise. IV-Chefökonom Christian Helmenstein beschreibt die dramatische Lage, drohende Jobverluste und was jetzt passieren muss.
Nach einer Reihe von schlechten Nachrichten – von Lenzing über KapschTrafficCom bis Palfinger – schlägt nun auch die Industriellenvereinigung Alarm. „Wir sind beim Beschäftigungsabbau noch lange nicht am Ende“, sagt IV-Chefökonom Christian Helmenstein. Er rechnet vor: Seit Anfang 2022 hat die Industrie in Österreich bereits rund 14.000 Arbeitsplätze abgebaut. Bis Ende 2027 fallen voraussichtlich weitere 6000 weg. Und bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Herbst droht den Beschäftigten ein harter Schlag. Die Gründe für die Misere sind vielfältig.
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