Palfinger bekommt die schwache Erholung wichtiger Märkte zu spüren. Der Salzburger Kranhersteller verschiebt seine Finanzziele für 2027, die Aktie verlor zeitweise bis zu zehn Prozent. Umsatz und Gewinn hielten sich im ersten Halbjahr dennoch vergleichsweise stabil.
Palfinger tritt bei seinen Finanzzielen für 2027 auf die Bremse. Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller reagiert damit auf die verzögerte wirtschaftliche Erholung in wichtigen Kernmärkten wie den USA und Deutschland. An der Wiener Börse kam die Nachricht nicht gut an: Die Aktie verlor am Dienstag im Handelsverlauf zeitweise bis zu zehn Prozent.
Standorte und Beschäftigte sind vom Effizienzprogramm keinesfalls betroffen
Andreas Klauser, Palfinger CEO
Iran-Krieg und Zölle setzen dem Unternehmen zu
Operativ blieb Palfinger im ersten Halbjahr aber stabiler, als der Kursrutsch vermuten lässt. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf rund 1,17 Milliarden Euro, der Konzerngewinn ging nur leicht um vier Prozent auf 48 Millionen Euro zurück. Für das Gesamtjahr erwartet der Maschinenbauer Umsatz und operatives Ergebnis über Vorjahresniveau.
Belastend wirken laut Unternehmen vor allem die zunehmende Marktunsicherheit, verzögerte Investitionsentscheidungen, der Iran-Krieg und die US-Zölle. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika blieb die Nachfrage robust. Zugleich startet Palfinger ein Effizienzprogramm, das rund 25 Millionen Euro an Strukturkosten einsparen soll. Standorte und Beschäftigte seien laut Konzernchef Andreas Klauser nicht betroffen, Einsparungen im Personalbereich sollen über natürliche Abgänge erfolgen.
Rückenwind versprechen Großaufträge über mehr als 100 Millionen Euro und ein Auftragsbestand von rund 1,1 Milliarden Euro. Langfristig hofft Palfinger auf Impulse durch das deutsche Infrastruktur- und Bundeswehrpaket sowie steigende Militärausgaben in Europa. Die Ziele für 2030 bleiben unverändert: mehr als drei Milliarden Euro Umsatz und zwölf Prozent EBIT-Marge.
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