Die EU erhöht den Druck auf Google. Der US-Internetkonzern müsse Wettbewerbern Zugriff auf bestimmte Funktionen seiner Dienste ermöglichen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Hierzu gehöre unter anderem die Sprachaktivierung über das Smartphone-Betriebssystem Android, hieß es aus Brüssel.
Außerdem soll Google der EU-Kommission zufolge die Daten, die das Unternehmen zur Verbesserung seiner Internet-Suchmaschine nutzt, anonymisiert an Konkurrenten weitergeben. „Wir hoffen, dass dank dieser Maßnahmen Alternativen zur Google-Suche und zu Googles KI-Diensten wie Gemini entstehen“, sagte Technologie-Kommissarin Henna Virkkunen.
Google kritisierte die Entscheidung. Sie gefährde die Privatsphäre von Millionen europäischer Nutzer, warnte Chefjustiziar Kent Walker. „Wir haben wiederholt Lösungen vorgeschlagen, um die Nutzer zu schützen und gleichzeitig die Vorgaben des DMA zu erfüllen.“ Die EU ignoriere jedoch die Gefahren für die Cybersicherheit der Verbraucher.
Die Kommission betonte, dass Google nur denjenigen Wettbewerbern Zugriff auf seine Dienste gewähren müsse, die bestimmte Sicherheitsanforderungen erfüllten. Der europäische Digital Markets Act (DMA) verpflichtet große Technologiekonzerne unter anderem dazu, Konkurrenten den Marktzugang zu erleichtern. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.