Nach dem tragischen Tod einer Polizeischülerin (34) im Tiroler Ötztal sitzt der Schock bei der Exekutive tief. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, hieß es am Tag nach dem Unglück. Auch der Innenminister ist „fassungslos“.
Wie konnte das bloß passieren? Vor dieser Frage steht die Polizei nach dem Drama, das sich am Mittwoch im Ötztal zutrug. Wie berichtet, stürzte gegen 12 Uhr eine junge Polizistin (34) im Zuge ihrer Alpinausbildung beim Stuibenfall-Klettersteig aus unbekannter Ursache ab.
Sechs Stunden fieberhafte Suche
Was folgte, war eine fieberhafte Suche nach der Vermissten, die sich bis in den Abend zog. Daran beteiligt waren die Wasserrettung, Feuerwehr, Bergrettung, Polizei und spezielle Canyoning-Retter. Um kurz nach 18 Uhr herrschte dann traurige Gewissheit. „Die 34-Jährige wurde am Fuße des Stuibenfalls mit tödlichen Verletzungen aufgefunden“, teilte die Exekutive in einer Aussendung mit.
Es gibt keine passenden Worte, um meiner Bestürzung und Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)
Bild: Eva Manhart
Obduktion durchgeführt, Opfer hinterlässt Kinder
Den genauen Unfallhergang untersuchen jetzt Alpinpolizisten der Landespolizeidirektion Salzburg. Seitens der Polizeipressestelle Tirol hieß es am Donnerstag auf „Krone“-Nachfrage, dass „die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen“. Wann ein Ergebnis vorliegt, könne derzeit nicht gesagt werden.
Im Laufe des Tages wurde auch der Leichnam der 34-Jährigen aus Schwaz untersucht. Die Frau hinterlässt zwei Kinder im Alter von vier und acht Jahren.
Schock in den Reihen der Polizei sitzt tief
Nach dem tragischen Ereignis sitzt der Schock in den Reihen der Polizei tief. „Es gibt keine passenden Worte, um meiner Bestürzung und Fassungslosigkeit Ausdruck zu verleihen“, reagierte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) auf die Tragödie. Er verwies darauf, dass den Kolleginnen und Kollegen der Verunglückten der Psychologische Dienst zur Verfügung stehe.
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