„Kein feindlicher Akt“
Katar: 13 Tote bei Explosion in Industriegebiet
Bei einer Explosion in einem Industriegebiet in Katar sind am Montag mindestens 13 Menschen getötet und 66 weitere verletzt worden. Die Regierung des Golfstaates hat aber rasch klargestellt, dass es sich um einen technischen Defekt gehandelt habe. Denn während des Iran-Kriegs war Katar zur Zielscheibe iranischer Luftangriffe geworden.
Dem staatlichen Energiekonzern Qatar Energy zufolge ereignete sich die Explosion am Sonntagabend „während der Inbetriebnahme von Anlagen im Industriegebiet Ras Laffan“. In der Folge sei es zu einer Explosion und einem Brand in der lokalen Gasversorgungsanlage Barsan gekommen. Die Feuerwehr brachte den Brand bis zum späten Abend unter Kontrolle.
Tote waren indische und pakistanische Arbeiter
Am Montag gab Energieminister Saad al-Kaabi dann den „tragischen“ Tod von 13 indischen und pakistanischen Staatsangehörigen bekannt. Von den 66 Verletzten schwebe niemand in Lebensgefahr. Es habe sich um „keinen feindlichen Akt“ gehabdelt, wurde betont. Von den rund 2,8 Millionen Einwohnern Katars kamen 2022 knapp 844.000 aus Indien und über 200.000 aus Pakistan. Insgesamt machten internationale Arbeitsmigranten in diesem Jahr in etwa 94 Prozent der katarischen Erwerbsbevölkerung aus. Das berichtete die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).
Energieexporte „in keiner Weise beeinträchtigt“
Ras Laffan liegt etwa 64 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Doha. In dem Komplex befindet sich die weltweit größte Produktionsstätte von Flüssigerdgas (LNG). Die Energieanlage war mehrmals vom Iran beschossen worden und wurde dabei schwer beschädigt. Katar musste wegen der iranischen Angriffe auf die Anlage zeitweise die Gasförderung einstellen. Laut dem Energieministerium werden die Energieexporte durch die Explosion am Sonntag aber „in keiner Weise beeinträchtigt“.










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