Österreich schwitzt weiter – ein Ende der Gluthitze ist derzeit nicht in Sicht! Laut aktuellen Prognosen des Wetterdienstes UBIMET setzt sich die außergewöhnliche Hitzewelle auch in der neuen Woche ungebremst fort. Besonders brisant: Am kommenden Wochenende könnten die Temperaturen örtlich sogar knapp an die 40-Grad-Marke herankommen.
Schon jetzt ist die Serie an Hitzetagen bemerkenswert und steuert laut Experten auf Rekordniveau zu. In vielen Landeshauptstädten werden in den kommenden Tagen über zehn Hitzetage in Folge erwartet – ein Wert, der selbst für den Juni außergewöhnlich ist.
Hitzewelle setzt neue Maßstäbe
„Wir erleben derzeit eine außergewöhnlich lange Hitzewelle, die in vielen Regionen neue Maßstäbe setzt“, erklärt Meteorologe Nikolas Zimmermann von UBIMET. Solch lange durchgehende Hitzeperioden habe es bislang vor allem im Juli und August gegeben, nicht aber schon so früh im Sommer.
Zum Start in die Woche bleibt es zunächst sommerlich heiß, allerdings steigt die Gewittergefahr vor allem in den Bergen und im Osten zeitweise an. Am Montag sind bei bis zu 34 Grad einzelne Hitzegewitter möglich.
Auch am Dienstag bleibt es sonnig und heiß, doch besonders im Bergland kann es am Nachmittag erneut kräftig krachen. Während manche Regionen trocken bleiben, steigt lokal die Gewitterneigung deutlich.
Hochsommer setzt sich ab Wochenmitte fest
Ab Wochenmitte dominiert dann wieder der Sommer im klassischen Sinn: viel Sonne, hohe Temperaturen und nur vereinzelte Gewitter über den Bergen. Die Werte bewegen sich meist zwischen 28 und 35 Grad. Am Freitag wird es bereits noch heißer, lokal sind bis zu 37 Grad möglich.
Nächstes Wochenende bringt extreme Hitze
Der Höhepunkt der Hitzewelle wird laut Prognosen am Wochenende erwartet: Bei stabilem Hochdruckeinfluss steigen die Temperaturen auf 32 bis 38 Grad, lokal sind sogar rund 39 Grad und damit nahezu 40 Grad möglich. Gewitter bleiben dann eher die Ausnahme und beschränken sich auf einzelne Bergregionen im Westen.

Zusätzlich warnt Zimmermann vor einer starken Belastung: Die Kombination aus Hitze und erhöhter Ozonbelastung könne für den Körper zur Herausforderung werden – besonders in Städten und Ballungsräumen.
Jahr für Jahr kommt es in Österreich zu Hunderten zusätzlichen Todesfällen infolge hoher Temperaturen – Fachleute sprechen von „hitzeassoziierter Übersterblichkeit“. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder. Hilfe bietet das sogenannte Hitze-Telefon unter 0800/880 800, das ab sofort kostenlos erreichbar ist und bei Fragen rund um den Umgang mit der Hitzewelle unterstützt.
Auch am Arbeitsplatz wird die Gefahr zunehmend ernst genommen: Mit der neuen Hitzeschutzverordnung gelten erstmals klare Regeln für Tätigkeiten im Freien – von Baustellen bis zur Landwirtschaft. Arbeitsinspektoren setzen dabei auf das Prinzip „Beraten vor Strafen“, um Betriebe bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen.
Bereits dieses Wochenende turbulent
Bereits dieses Wochenende hatte es in sich: Neben Temperaturen bis zu 36 Grad kam es auch zu teils heftigen Gewittern mit Hagel und Starkregen. Besonders am Freitagabend und Samstag ging es lokal ordentlich zur Sache – ein Vorgeschmack auf die nächsten Tage ...
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