Angriff in der Karibik
US-Militär sprengt erneut Drogenboot in die Luft
In der Karibik sind am Sonntag bei einem neuerlichen US-Angriff auf ein Boot mutmaßlicher Drogenschmuggler nach Militärangaben zwei Männer getötet worden. Die Vereinigten Staaten haben ein großes Drogenproblem, für das sie ausländische Schmuggler verantwortlich machen.
„Am 21. Juni führte die Joint Task Force ,Southern Spear‘ auf Anweisung des SOUTHCOM-Kommandanten General Francis L. Donovan einen tödlichen kinetischen Angriff auf ein Schiff durch, das von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben wurde. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste befand sich das Schiff auf bekannten Drogenhandelsrouten in der Karibik und war an Drogenhandelsaktivitäten beteiligt“, teilte das für die Region zuständige Südkommando (SOUTHCOM) des US-Militärs am Montag auf X (vormals Twitter) mit.
Nachrichtendienstliche Erkenntnisse hätten bestätigten, dass das zerstörte Schiff bekannte Drogenhandelsrouten im östlichen Pazifik befuhr und an Drogenhandelsoperationen beteiligt war, hieß es in dem Tweet (siehe unten). Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Sechs Männer überlebten US-Angriff
Bei dem Einsatz seien zwei männliche Drogenterroristen getötet worden, sechs Männer hätten den Angriff aber überlebt“, teilte das Kommando mit. SOUTHCOM veröffentlichte zudem nicht geheimes Bildmaterial (siehe Video oben) des Einsatzes.
Die US-Küstenwache sei unverzüglich benachrichtigt worden, „um das Such- und Rettungssystem für Überlebende zu aktivieren“, hieß es. Es habe keine Verluste unter den US-Streitkräften gegeben, berichtete SOUTHCOM.
Weit über 100 Drogenschmuggler getötet
US-Präsident Donald Trump und seine Regierung lassen seit vergangenem Herbst immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Pazifik angreifen. Dabei wurden nach Angaben des Militärs bereits weit über 100 Menschen getötet.
Als rechtliche Grundlage für die Attacken führt Trumps Regierung den Umstand an, dass Drogenkartelle von ihr zu Terrororganisationen – sie spricht in diesem Zusammenhang immer wieder von „Narco-Terroristen“ – erklärt wurden. Kritiker bezweifeln allerdings, dass die tödlichen Angriffe in internationalen Gewässern völkerrechtlich zulässig sind.








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