Liebe „Krone“-Leser! Es klang (fast) zu schön, um wahr zu sein: Der Salzburger Raiffeisenverband wollte die maroden Abtenauer Bergbahnen übernehmen und kräftig investieren. Nun kommt doch alles anders – ein Grundbesitzer stellt sich quer. Hat das kleine Skigebiet noch eine Zukunft?
„Jetzt braucht es ein Wunder“ oder auch „Ich bin einfach nur enttäuscht“: Bei einem „Krone“-Lokalaugenschein im beschaulichen Tennengauer Ort sind immer wieder die gleichen Worte und Sager zu hören. Alle im Ort sind fassungslos, dass die örtlichen Bergbahnen am Karkogel tatsächlich vor dem Aus stehen.
Zur Erinnerung: Im Februar 2026 rutschten die Bergbahnen in die Insolvenz. Man hatte mehr als vier Millionen Euro Schulden angehäuft, 55 Gläubiger hatten Forderungen angemeldet. Kurz darauf gab es einen Lichtblick. Der Raiffeisenverband Salzburg wollte das Krisen-Skigebiet am Karkogel übernehmen, nach Abschluss des Sanierungsverfahrens neu durchstarten und Millionenbeträge investieren. Am Mittwoch zog Raiffeisen allerdings – wie berichtet – sein Angebot zurück. Einer der Grundbesitzer am Karkogel, ein Abtenauer Landwirt, hatte seine Unterschrift für einen Kündigungsverzicht verweigert – und einen Neustart damit unmöglich gemacht.
Wie geht es jetzt weiter? Hat das Skigebiet eine Zukunft? Die Lage scheint aussichtslos, der Raiffeisenverband hat kein Interesse mehr. Doch der wohl berühmteste Bewohner des Ortes gibt die Hoffnung nicht auf. David Zwilling, Ski-Weltmeister 1974, will das Gespräch mit dem Grundbesitzer suchen. „Das ist doch alles unerklärlich“, meint er.
Die „Krone“ liefert Ihnen selbstredend Erklärungen zur verzwickten Lage. Wir wünschen einen schönen Start ins Wochenende. . .
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