Millionen „verpulvert“

MCI: Tiroler Pfusch am Bau, aber leider ohne Bau

Tirol
09.08.2026 09:00

Markus Sint, Klubobmann von der Liste Fritz, nimmt sich in seinem aktuellen Podcast „Adlerohren“ der unendlichen Geschichte rund um das Managementcenter Innsbruck an.

Das MCI (Managementcenter Innsbruck), die unternehmerische Hochschule mit rund 3500 Studierenden, bisher mehr als 15.000 Absolventen sowie 28 Bachelor- und Masterstudiengängen, hat seit Jahren ein Platzproblem. Sie platzt aus allen Nähten.

Doch die Politik schaut nur zu! „Seitens der ÖVP wird das MCI bei jeder Gelegenheit mit Schalmeientöne gelobt – zuletzt würdigte LT-Präsident Jakob Wolf die Einrichtung unlängst als einzigartige Erfolgsgeschichte -, trotzdem verweigert sie einen vernünftigen Funktionsbau. Es ist doch unverständlich, warum die ÖVP einer Erfolgsgeschichte seit Jahren Prügel vor die Füße wirft, anstatt sie weiterzuschreiben“, ist Markus Sint, Klubobmann der Liste Fritz, enttäuscht.

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Es ist doch unverständlich, warum die ÖVP einer Erfolgsgeschichte seit Jahren Prügel vor die Füße wirft, anstatt sie weiterzuschreiben.

Markus Sint, Liste Fritz

Vom MCI und den gut ausgebildeten Abgängern profitiere nämlich die Tiroler Wirtschaft und letztlich ganz Tirol. Seitens der Schwarzen werde immer mit den Kosten argumentiert. Von 300 bis 330 Millionen Euro wird gesprochen.

„Das ist eine Tatsachenverdrehung. Tatsächlich hat der einst zuständige Landesrat Georg Dornauer von 249 Millionen Euro gesprochen – und zwar für den MCI-Neubau plus Tiefgarage plus Vorplatz neu für die Sowi. Der reine MCI-Neubau nach dem zweiten Architektenwettbewerb und dem Siegerprojekt 2 wäre wesentlich günstiger geworden. Die PORR hatte ja von 190 Millionen Baukosten gesprochen!“

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: So sehen die MCI-Studierendenvertrerter in einer ...
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: So sehen die MCI-Studierendenvertrerter in einer KI-generierten Ansicht die aktuelle Platz-Situation am MCI.(Bild: ÖH MCI)

Bisher schon 13 Millionen Steuergeld „verpulvert“
 Unter den Tisch kehren wollen ÖVP und SPÖ auch, dass sie bis dato schon mehr als 13 Millionen Euro Steuergeld „verpulvert“ haben – und zwar für nichts: „Das ist Pfusch am Bau, aber leider ohne Bau!“ Zuletzt nannte Wolf neue Zahlen für den Ausbau der Alten Hauptpost. „50, 60, 70 Millionen – wieder wird mit großen Zahlen herumgeworfen, ohne eine wirkliche Kostenaufstellung vorlegen zu können. Aber entscheidend ist – und da setzt meine massive Kritik an -, dass 50, 60 oder 70 Millionen Steuergeld in einen privaten Investor anstatt in ein eigenes Gebäude gesteckt werden“, ärgert sich Sint. Denn der Großteil des investierten Geldes bei der Alten Hauptpost fließe nämlich in die Renovierung des 120 Jahre alten Gebäudes.

„Und das gehört dann nicht den Steuerzahlern, sondern bleibt beim Investor. Wir brauchen ein neues, vernünftiges und geeignetes Funktionsgebäude für das MCI, das den Tirolerinnen und Tirolern dann auch gehört. Es geht nicht darum, noch mehr Studenten nach Innsbruck zu holen, die Zahl der Studierenden bleibt gleich. Es geht darum, den MCI-Studenten eine zeitgemäß gute Ausbildung zu garantieren. Davon profitiert die Wirtschaft, davon profitiert Tirol“, sagt LA Markus Sint abschließend.

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