Das Minus des Landes Steiermark fällt im Jahr 2025 weniger schlimm aus als erwartet – trotzdem steigen die Schulden auf rund 7,42 Milliarden Euro, wie der Rechnungsabschluss 2025 zeigt. „Das ist nicht schön, aber wesentlich besser als budgetiert“, sagt Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP).
Am Ende kam es nicht ganz so schlimm wie erwartet: In der Budgetplanung hatte das Land mit einem dicken Minus von 942 Millionen Euro gerechnet. Jetzt, wo alle Zahlen am Tisch liegen, steht fest: Es sind „nur“ 746,6 Millionen Euro Nettofinanzierungssaldo – genau um 219,7 Millionen Euro besser als budgetiert. „Ein Minus von über 700 Millionen Euro freut mich natürlich nicht“, sagt Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP). „Aber die Einnahmen sind wesentlich besser geworden. Das liegt an den Bedarfszuweisungen, aber auch an besseren Nächtigungszahlen und positiver Wirtschaftsleistung.“
Dafür hat das Land auch mehr ausgegeben als erwartet. 9,2 Milliarden sind 42,3 Millionen Euro mehr als geplant. Das liegt vor allem an Ausgaben für Bedarfszuweisungen an Gemeinden (+60,7 Mio. Euro), Energie- und Wohnbauförderungen (+46 Mio. Euro) und Abgeltungen für Katastrophenschäden (+30,3 Mio. Euro). Die Personalkosten sind indes um 90,8 Millionen Euro gesunken.
Operatives Ergebnis fällt positiv aus
Besonders stolz ist Ehrenhöfer auf das operative Ergebnis, also den Saldo laufender Einnahmen und Ausgaben ohne Investitionen: „Wir haben die Ausgaben um 114 Millionen Euro gesenkt und die operative Gebarung ins Plus gedreht.“ Der Ex-Manager führt das auf den „strengen Vollzug“ des Budgets zurück.
Der Pfad stimmt in Summe. Willi wirkt.
Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer (ÖVP) über seinen Rechnungsabschluss 2025
Und die Schulden? Die steigen dennoch um einiges. Per 31.12.2025 betrugen sie 7.418.145.376,29 Euro – also mehr als 7,4 Milliarden Euro. Das sind um 993,6 Millionen Euro mehr als beim Abschluss 2024, was auch daran liegt, dass die Schulden der Landesimmobiliengesellschaft LIG nun zum Kernhaushalt gerechnet werden. Der Landesrechnungshof hat kürzlich prognostiziert, dass sich die Zahl bis 2029 auf 10,2 Milliarden Euro erhöhen könnte.
Alle Förderungen werden überprüft
Das Sparen ist damit aber nicht vorbei. „Heuer werden wir uns alle Förderungen anschauen“, sagt Ehrenhöfer – die reichen vom Theaterprojekt bis zur Photovoltaikanlage. 1,3 Milliarden Euro betrugen sie in Summe 2024. Jedes Regierungsmitglied solle schauen, was „wirklich relevant“ ist. „,Alles‘ zählt nicht mehr. Ich habe hohe Erwartungen“, sagt der ÖVP-Politiker – eine Summe will er aber nicht nennen.
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