Viele minderjährig

550 Migranten erreichten binnen 2 Tagen Kreta

Ausland
10.06.2026 11:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Innerhalb von 48 Stunden hat die griechische Küstenwache bei mehreren Einsätzen südlich von Kreta und der vorgelagerten Insel Gavdos knapp 550 Migranten aufgegriffen oder aus Seenot gerettet. Es waren viele Minderjährige darunter.

Aus Kreisen der Behörde heißt es, dass derzeit zahlreiche Boote von Libyen aus in Richtung Kreta unterwegs seien. Den größten Einsatz gab es am Dienstag südlich von Kreta. 192 Menschen, darunter 42 Minderjährige, wurden aus einem Fischerboot gerettet und an Land gebracht.

Überfahrt kostete 3000 US-Dollar
Nach Angaben der Geretteten waren sie von der libyschen Küste aufgebrochen und hatten für die Überfahrt jeweils rund 3000 US-Dollar (rund 2600 Euro) an Schlepper gezahlt. Die rund 300 Kilometer lange Route von Libyen nach Kreta wird von Schlepperbanden immer stärker genutzt. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris hatte erst vor wenigen Tagen erklärt, dass in Libyen derzeit mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Gelegenheit zur Weiterreise nach Europa warten.

Unterdessen ratifizierte das griechische Parlament Dienstagabend die neuen Migrations- und Asylregeln der EU, wie das Parlamentspräsidium in Athen mitteilte. Das Gesetz soll ab dem 12. Juni gelten und sieht unter anderem geschlossene Aufnahmezentren in Drittstaaten vor. Man sei mit zwei afrikanischen Staaten im Gespräch, sagte Plevris der halbamtlichen Nachrichtenagentur ANA-MPA.

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