Das 204. Grazer Stadtderby ist eines, das wohl in die Geschichte eingeht. Auf dem Feld werden sich Sturm und GAK als erbitterte Rivalen gegenüberstehen. Abseits des grünen Rasens bildeten die beiden Klubs zuletzt allerdings eine Allianz gegen die eigene Heimatstadt.
Die Stadtregierung hatte zuletzt ob der finanziell klammen Kassen einen Sponsor-Stopp für Spitzensport-Vereine ab kommender Saison bekannt gegeben. Nicht umsonst werden am Sonntag vor Anpfiff in Graz-Liebenau gemeinsame Protest-Aktionen zu erwarten sein. „Sichtbare Maßnahmen“ wurden bereits angekündigt. Zuletzt hatte Sturm ja bereits den Graz-Schriftzug im eigenen Vereinslogo überklebt
Stadion ist restlos ausverkauft
Rund um die mit knapp 17.000 Anhängern restlos ausverkaufte Arena wird aufgrund der aufgeheizten Stimmung auch mit dem ein oder anderen Fan-Scharmützel spekuliert. Die Exekutive ist jedenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort – nach einer Sektorenerweiterung sind diesmal mit 4000 Fans auch deutlich mehr GAK-Anhänger beim Sturm-Heimspiel vertreten.
„Es kribbelt natürlich, das ist ganz klar. Das ist eine spezielle Woche mit einem besonderen Spiel für Graz“, weiß GAK-Routinier Peter Michorl nur allzu gut, was die Spieler am Rasen erwartet. „In der Stadt wird man öfter angesprochen, Fans äußern ihre Wünsche. Das registrieren wir natürlich auch alle. Für mich wird es das erste Derby in Graz sein – ich freue mich brutal.“
Gemeinsame Sache der Rivalen
An einer anderen Front gibt es übrigens auch gemeinsame Sache von Schwarz und Rot: In der Diskussion um die Erneuerung des Grazer Stadions wollen beide Klubs der Stadt das Baurecht für Liebenau abwerben, um die Modernisierung voranzutreiben. Ob sich alle Parteien bei der aktuellen Stimmung einigen, darf aber bezweifelt werden.
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