Kampagne der Stadt
Installation zeigt Trump in Teheran hinter Gittern
In Teheran ist eine Installation angebracht worden, die den eingesperrten US-Präsidenten Donald Trump zeigt. Ein Mann in dunklem Anzug und einer Trump-Maske geht in einem Käfig auf und ab und rüttelt an den Gitterstäben. Auf einem Monitor neben der Zelle werden Botschaften angezeigt, die „Kriegsverbrechen“ der USA anprangern.
Hinter der Kampagne steht die Verwaltung der iranischen Hauptstadt. Sie möchte die Einwohnerinnen und Einwohner laut eigenen Angaben daran erinnern, dass der Iran Rechenschaft fordert. Die iranische Führung hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar Vergeltung angekündigt. Dem US-Präsidenten wird vorgeworfen, gezielt zivile Ziele angegriffen zu haben, darunter eine Schule und eine Hochzeitsfeier, wodurch Dutzende Frauen und Kinder ums Leben kamen.
Seit dem Beginn des Kriegs, der durch US-israelische Angriffe Ende Februar ausgelöst worden war, hat der Iran seine gegen die USA gerichtete Propaganda verstärkt, etwa durch große Wandbilder oder Videospiele. Die neue Kunstinstallation wurde Anfang der Woche auf einer Säule in mehreren Metern Höhe in einem Nobelviertel angebracht.
Passantinnen und Passanten blieben stehen, machten Selfies und beschimpften den Trump-Darsteller. „Trump, dieses Mal bringen wir dich um“, meinte einer. „Keine Sorge, wir zahlen deine Kaution und holen dich raus“, scherzte ein anderer Passant. Die Installation soll ununterbrochen in Betrieb sein – jeden Tag und rund um die Uhr.
Revolutionsgarden melden Feuer an mehreren Öltankern
Irans Revolutionsgarden haben am Donnerstag Feuer an mehreren Öltankern in der Region der Straße von Hormuz gemeldet. Vier Tanker seien beim Umladen von Öl auf andere Schiffe angegriffen worden und weitere drei Schiffe seien in der Nacht auf Minen angefahren, hieß es. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Die Militärorganisation drohte den USA damit, Angriffe auszuweiten. Seit mehreren Monaten begleitet die US-Marine entlang der omanischen Küste zivile Schiffe, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen.

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