Red Bull Salzburg leckt nach dem unnötigen 2:2-Remis in der Europa League beim NK Celje die Wunden. Vor allem die Naivität der Mannschaft in Schlussphase sorgte für Ärger. Rechtsverteidiger Leandro Morgalla fand genau dafür auch klare Worte.
Eine 2:0-Führung beim slowenischen Meister NK Celje konnten die Salzburger „Eurofighter“ am dritten Spieltag der Europa League-Ligaphase nicht in drei Punkte ummünzen. Am Ende stand es 2:2, der Ausgleichstreffer fiel in der 90. Minute.
Die Stimmung in der Kabine war daher entsprechend niedergeschlagen. „Wenn du 2:0 führst, musst du das Ding nach Hause bringen, vor allem mit diesem Spielverlauf.“ Salzburg ging mit einem 1:0 in die Pause und startete dank Lindströms Treffer zum 2:0 fulminant in die zweite Hälfte. Danach ließ man einerseits Chancen ungenützt und andererseits zu viele Möglichkeiten der Slowenen zu.
Chancen für Red Bull Salzburg gab es genug
„Das erste Gegentor kannst du kassieren, aber in den letzten zehn, zwanzig Minuten musst du dreckig spielen“, ärgerte sich Leo Morgalla, der hier noch Entwicklungspotenzial ortet. „Wir spielen teilweise noch zu kindlich.“ Salzburg hätte in der Schlussphase keine spielerischen Lösungen suchen sollen. „Dann musst du das Ding auch mal über die Tribüne hauen“, erklärte der Bayer.
Wir spielen teilweise noch zu kindlich.
Leandro Morgalla, Rechtsverteidiger bei Red Bull Salzburg
Tim Drexler blies ins selbe Horn. „Es geht darum, den Ball vom Tor wegzuhalten. Da müssen wir ihn wegschlagen und dürfen nicht flach ausspielen.“ Trainer Danny Röhl, der trotz des Rückschlags wie gewohnt ruhig blieb, befand, dass seine Elf „im Game Management“ dazulernen müsse. An Möglichkeiten mangelte es seiner Truppe nicht, doch Haris Tabaković und Co. fehlte häufig das Zielwasser. Zugleich brannte es in der Defensive gleich mehrfach. „Wir hatten Chancen, um noch mehr Tore zu machen und lassen gerade einen Tick zu viel zu“, fasste der 37-Jährige es zusammen.
Trainer Röhl: „Spiel für Spiel“
Spielerisch erhoffte er sich nach zuletzt überschaubar spektakulären Auftritten eine Steigerung. Die sah er „nur phasenweise“ und zollte Celje Respekt für den engagierten Auftritt. Mit vier Punkten aus drei Spielen rangieren die Bullen in der 36er-Tabelle aktuell auf Position 21. Ein Sieg in Slowenien wäre im Kampf um den Einzug in die K.- o.-Phase unglaublich wichtig gewesen. „Das Wichtigste ist, es Spiel für Spiel zu sehen“, will Röhl nicht zu weit vorausblicken. Weiter geht’s am 5. November mit dem Auswärtsspiel bei Anderlecht.
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