„Trust Your Feed“, lautet das Motto des neuen sozialen Netzwerks W Social. Die Plattform will eine Alternative zu den gängigen Social-Media-Netzwerken aus den USA und China bieten und wirbt mit Datenschutz und Meinungsfreiheit. Zur Anmeldung verlangt W Social einen Ausweis und Gesichtsscan.
„Wir glauben an die Notwendigkeit einer globalen, vertrauenswürdigen Social-Media-Plattform, die in Europa entwickelt, betrieben und gehostet wird. W basiert auf verifizierten menschlichen Nutzern, Transparenz, Datenschutz und Meinungsfreiheit“, heißt es auf der Webseite, auf der man sich bereits für die Testversion anmelden kann. Der offizielle Start der Plattform ist für den 17. Juni angekündigt.
„Gemacht für echte Menschen“
Schon jetzt scheint das Interesse an der „Alternative zu X“, als welche das Netzwerk beworben wird, groß zu sein. „W ist das neue soziale Netzwerk. Unabhängig und unparteiisch. Offen für alle weltweit. Betrieben nach europäischen Gesetzen, mit europäischer Infrastruktur und in Besitz von Europäern“, feiert die Geschäftsführerin, Anna Zeiter, den baldigen Start der Testversion von W Social in einem Posting auf LinkedIn. Kurz vor dem Start der ersten Testphase habe es bereits Anfragen aus über 180 Ländern gegeben, wie sie in einem Gespräch mit „Deutschlandfunk“ erzählte.
Wer bezahlt das alles?
Hinter dem neuen Netzwerk stehen mehrere Investoren, die wohl einen günstigen Moment für ein europäisches Netzwerk sehen. Sie investieren in Programmierung, Betrieb und Vermarktung der Plattform. Größter Anteilseigner ist die schwedische Firma „We Don‘t Have Time“, die eine klimapolitische Agenda verfolgt.
Zeiter: Daten werden „sofort gelöscht“
W Social möchte eine Alternative zum Kurznachrichtendienst X werden. Hier sollen sich Menschen ohne Hassrede und automatisierte Bots austauschen können. Um sicherzustellen, dass das gelingt, müssen sich bei W Social alle Nutzerinnen und Nutzer mit ihrem Ausweis registrieren. Nach der Registrierung würden die Daten aber „sofort gelöscht“, erklärte Geschäftsführerin Anna Zeiter gegenüber „Deutschlandfunk“.
„Demokratie schützen“
Der Sinn von W Social sei es, die „Demokratie insgesamt zu schützen“, so Zeiter. Außerdem wolle man den Europäern damit eine Plattform geben, „wo sie ihre politischen, aber auch nicht politischen Meinungen austauschen können“. Zeiter selbst ist Professorin für Datenschutz an der Uni Bern. Zuvor hat sie einige Jahre lang für das Online-Auktionshaus Ebay gearbeitet.
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