Als Meme weltbekannt

Ungarn: „Hide the Pain Harold“ feiert Machtwechsel

Viral
11.05.2026 12:42

Als „Hide the Pain Harold“ wurde er bekannt: Ein Mann mit gequältem Lächeln, der nur scheinbar Freude empfindet und seinen Schmerz verbirgt. Jetzt wurde der Internet-Star András Arató in Budapest gesichtet, wo er den Machtwechsel in Ungarn bejubelte, mit echter Freude im Gesicht.

Mit Tausenden anderen Ungarn war Arató am Samstag auf dem Kossuth-Platz vor dem Parlament in der ungarischen Hauptstadt. Ausgelassen wurde dort die Vereidigung von Péter Magyar als neuer Regierungschef und damit das endgültige Ende der Ära Orbán gefeiert.

„Es ist ein sehr wichtiger Tag in der ungarischen Geschichte“, sagte der 80-Jährige gegenüber einem Reporter des schwedischen Senders SVT, der das weltbekannte Gesicht in der Menge entdeckt hatte.

András Arató im Interview mit SVT:

„Ein großartiger Tag“
Er habe schon am auf dem Platz gestanden, als im Oktober 1989 die Republik Ungarn ausgerufen wurde, erzählte Arató. „Das ist ein ähnlich wichtiges historisches Ereignis“, meinte er zum Ende der Regierung unter Premier Viktor Orbán. „Ich bin sehr froh, dass ich im Alter von 80 Jahren hier sein und sehen kann, wie die Leute jubeln. Es ist ein großartiger Tag für mich.“

„Jetzt müssen Sie den Schmerz nicht mehr verstecken“, meinte der schwedische Journalist in Anspielung auf seine Bekanntheit als Internetphänomen. „Ja, das denke ich auch“, erwidert der Ungar sichtlich emotional.

Versehentlich berühmt geworden
Berühmt wurde András Arató, weil er Model für Stockfotografien stand. Aufnahmen zeigen ihn als Arzt, als Koch, oder vor einem Laptop sitzend, immer mit einem Gesichtsausdruck, der unterdrückten Schmerz oder Unbehagen zu zeigen scheint.

Einmal ins Internet gepostet, verwandelten sich die mit verschiedensten Scherzbeschreibungen versehenen Bilder mit dem Übertitel „Hide the Pain Harold“ („Verbirg den Schmerz Harold“) zum Selbstläufer. Ein neues Meme war geboren.

Auf Facebook schrieb Arató von einem „Volksfest zum Systemwechsel“:

Rolle als Internet-Star akzeptiert
Anfangs wollte der gelernte Elektroingenieur noch rechtlich dagegen vorgehen. Bald erkannte aber, dass das sinnlos war und akzeptierte seine Rolle als Internet-Star. Im Jahr 2018 gab Arató einen Tedx-Vortrag in Kiew zu seiner Geschichte. Er betreibt auch eine Facebook-Seite, wo er immer wieder auf sein Dasein als wandelndes Meme Bezug nimmt.

Hinter dem Gesichtsausdruck in den Stockfotos steckt übrigens gar kein unterdrückter Schmerz. In einem Interview erzählte Arató einmal, dass er bei den langen Shootings einfach so oft auf Befehl in die Kamera lächeln musste, dass es irgendwann gequält aussah.

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