16.01.2006 12:35 |

Interaktives Fernrohr

Steifer Hals mit dem "SkyScout"

Man kombiniere: Ein Mini-Teleskop, einen Multimedia-Player und eine astrologische Datenbank. Was dabei herauskommen kann, zeigt der amerikanische Teleskop-Hersteller Celestron. Mit dem SkyScout haben die Sternrohr-Macher einen vollelektronischen Astrologieführer konstruiert, dessen Bedienung einfacher nicht sein könnte. Und den steifen Hals gibt’s gratis oben drauf!

Wie durch ein ganz normales Fernrohr kann man mit dem SkyScout den Himmel betrachten. Richtet man die Linse auf ein bestimmtes Sternenbild, so ermittelt das Gerät via GPS zuerst den eigenen geografische Standort und zaubert dann aus einer riesigen Datenbank alles Wissenswerte ins Bild. Aus dem interaktiven „Fernrohr“ erhält man Audiofeatures, Textbeiträge und illustrierte Diagramme über genau die Konstellation, die man gerade im Visier hat.

Der SkyScout ist nicht größer als eine Videokamera und liegt auch so in der Hand. Drei Schnelltasten sorgen für eine rasche Identifizierung der leuchtenden Objekte, die via GPS-Peilung lokalisiert werden. Aus der On-Board-Datenbank schöpft der SkyScout Informationen über insgesamt 6.000 Sterne und verschiedenste Planetenkonstellationen. Wissenswertes über deren Entstehung, Trivia über Sternen-Mythen und Hinweise auf Material zu verwandten Himmelskörpern können über eine simples Menü via Navigationskreuz abgerufen werden.

Die Zeiten, in denen man ratlos den großen Wagen suchte, sind auch vorbei: Der SkyScout kann auch zum Suchen von Objekten verwendet werden und weist die richtige Richtung. Die Datenbank lässt sich via Internet updaten. Vom PC aus kann man das neue Info-Paket über USB-Kabel ins Gerät speisen. Und das zahlt sich aus, denn das Gerät präsentiert auch so genannte „Today’s Highlights“ – also die heute am Besten zu beobachtenden Sternenbilder.

In den USA wird der SkyScout ab April zu einem Preis von 399 Dollar (rund 328 Euro) erhältlich sein. Ob man das Gerät auch in Europa nutzen kann, ist nicht bekannt. Celestron hat aber eine Dependance in Deutschland. Ein Erscheinen hierzulande wäre also durchaus möglich.

Sonntag, 20. Juni 2021
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