In seiner Reihe der „Vergessenen Vorarlberger“ erinnert Autor Robert Schneider an Johann Georg Hummel, der aus bitterarmen Verhältnissen stammte und es doch bis nach Amerika schaffte – als Priester.
Die Revolutionsjahre 1848/49 gingen auch an Vorarlberg nicht spurlos vorüber, das damals noch von Tirol aus verwaltet wurde. Als in den ersten Märztagen 1848 vereinzelte Nachrichten über revolutionäre Ereignisse in Süd- und Südwestdeutschland Vorarlberg erreichten, wirkte das ermutigend wie verstörend zugleich. Der Dornbirner Landrichter Ratz sprach gar von einer „außerordentlichen Sensation“. Die Erwartungen waren, je nach Herkunft, Stand und sozialer Lage, sehr unterschiedlich. Unter den vermögenden Schichten dominierte die Angst vor einer möglichen gewaltsamen Enteignung, während sich bei den zahllosen Saisonwanderern, die jährlich im Frühling nach Frankreich oder in die Schweiz zogen, die Angst breit machte, nicht mehr einreisen zu können. Unter der Beamtenschaft herrschte, um Ratz zu zitieren, eine „mit Vorsicht zu überwachende Aufregung.“
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