Seit 2011 verboten

Bisphenol A: Diese Schnuller fallen im Test durch

Leben
21.04.2026 07:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Verwendung von Bisphenol A (BPA) ist in Schnullern und Beißringen seit 2011 verboten. Dennoch können Produkte verunreinigt sein. Ein über den Shein gekauftes Set fiel aufgrund der Schnullerkette aufgrund potenziellen Erstickungsrisikos ebenfalls durch die Sicherheitsprüfung. 

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat deswegen mit anderen europäischen Verbraucherorganisationen getestet: Von 18 in Österreich erhältlichen Produkten wiesen sechs BPA-Spuren auf.

Die für den österreichischen Markt geprüften Marken umfassen Alvär (Eigenmarke Action), Babylove und Babylove Nature (Eigenmarke dm), Baby Nova, Bibs, Canpol Babies, Grün Specht, Mam, Medela Baby, Nip, NUK und Philips Avent. Zusätzlich wurden zwei Produkte über die Plattform Shein erworben. Eingekauft wurde in Drogerien, Supermärkten, Online-Babyshops, Online-Naturgeschäften und Online-Plattformen wie Amazon und Shein.

Problematisches Bisphenol A

Bisphenol A ist in der EU als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft. Wegen seiner Ähnlichkeit mit Östrogen kann er laut den Konsumentenschützern das Hormonsystem negativ beeinflussen. Eine Exposition in Entwicklungsstadien wie dem Säuglingsalter werde mit Unfruchtbarkeit, hormonabhängigen Krebsarten und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht. Es ist mittlerweile verboten, Schnuller und Beißringe mit absichtlich zugesetztem BPA in Österreich in Verkehr zu bringen.

„Spuren“ von BPA in diesen sechs Produkten:

  • Babylove Nature (Schnuller Naturlatex)
  • Babylove (Schnuller Silikon)
  • Baby Nova (Schnuller)
  • Nip (Cherry Natur-Latex)
  • NUK (Space Night)
  • 2 pcs Set Shiny Luxury Rose Gold Silicone Pacifiers, erstanden auf Shein)

Zwölf „sehr gute“ Schnuller
Dass es auch ohne BPA geht, beweisen zwölf getestete Produkte, die sowohl hinsichtlich Schadstoffe als auch Sicherheit als „sehr gut“ bewertet wurden. Die Bestnote bekamen nur Erzeugnisse, in denen kein BPA nachgewiesen wurde.

Untersucht wurden die Hauptbestandteile Mundteil und Schild, die Methode geht über die österreichische Prüfnorm hinaus. „Aber es geht hier schließlich um die Gesundheit unserer Kinder“, so Schiller.

Vor allem wurde der Grenzwert strenger angesetzt: Der in der Norm festgelegte Wert sei „mittlerweile nicht mehr zeitgemäß und liegt etwa zehnmal höher als die technisch vermeidbare Menge an BPA in Materialien mit Lebensmittelkontakt“ von einem Mikrogramm pro Kilogramm gemäß EU-Verordnung.

Erstickungsgefahr bei Schnullerset
Ein über den Shein gekauftes Set fiel aufgrund der Schnullerkette durch die Sicherheitsprüfung. Der Online-Händler bietet das Produkt in seinen EU- und UK-Shops nun nicht mehr an. „Allerdings ist das gleiche Produkt in einer anderen Farbe weiterhin erhältlich“, so Schiller. Abgesehen davon bestanden sämtliche Schnuller die mechanische Überprüfung auf Sicherheit.

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