Happy Birthday! Der internationale Cloud-Player Anexia, den Alexander Windbichler 2006 in Klagenfurt gegründet hat, wurde 20 Jahre alt. Anexia betreibt mittlerweile weltweit über 100 Rechenzentren, hat 500 Beschäftigte. Und bietet IT-Sicherheit trotz Milliarden von Hackerangriffen.
Der Maturant der HTL Mössingerstraße hat 2006 einen globalen IT-Dienstleister gegründet, der mitterweile mehr als 500 Mitarbeiter hat und weltweit zehn Büros in Österreich (Klagenfurt, Wien, Graz), Deutschland (Karlsruhe, Nürnberg) und Amerika (New York, Manassas) betreibt. Weitere Rechenzentrumsstandorte sind in den USA Städte wie Los Angeles, Miami, Denver und Seattle. Die Zentrale bleibt immer Klagenfurt, da wird auch das neue Hauptquartier gebaut. Anexia versorgt 210.000 Kunden in 70 Ländern mit Cloud- und Netzinfrastruktur.
Was macht Anexia im Detail? Wenn jemand eine Website, App oder einen Online-Service nutzt (z. B. Streaming, Shops, Bank), dann sorgt Anexia seit 20 Jahren dafür, dass diese digitale Dienste stabil, sicher und schnell funktionieren. Und das weltweit.
Als erster Österreicher im Vorstand für Cloud Europe
„Ich lieferte unter anderem die technische Infrastruktur zu erklären, was Websiten darstellen und wie man damit umgeht“, sagt Windbichler. Das Unternehmen ist auf maßgeschneiderte Cloud-Infrastrukuren und Individualsoftware-Entwicklung (Web und Apps) spezialisiert. Vom Leitungs- und Verbindungssystem her ist Anexia wohl besser abgesichert als alle anderen Konzerne. Es bietet eine Mindestverfügbarkeit von über 99,99 Prozent pro Jahr durch USV- und Diesel-gestützte Rechenzentren an.
Zwei Wasserkraftwerke und PV-Park
Für seine Energieaktivitäten besitzt Windbichler mittlerweile zwei Wasserkraftwerke in der Steiermark (Kammern, Freßnitz) und einen Photovoltaikpark in Niederösterreich (Jaidhof). Er produziert Solarstrom für Anexia-Datenzentren, Ziel ist die Energieautarkie und Preisstabilität. Windbichler ist seit 2025 Vorstandsmitglied von CISPE, dem europäischen Verband der Cloud-Infrastruktur-Anbieter. Er wurde als erster Österreicher in dessen Vorstand gewählt. Ein Motto von Anexia lautet sogar „Global Cloud made in Europe“.
Europa soll laut Windbichler bei Cloud-Infrastruktur, Rechenzentren und kritischen digitalen Diensten weniger von außereuropäischen Konzernen abhängig sein. Er argumentiert, dass europäische Unternehmen viele digitale Dienste selbst bereitstellen können. Arbeitet man bei Anexia, verdient man etwas besser als branchenüblich bezahlt wird. „Ich habe gerne viele Mitarbeiter“, sagt der Klagenfurter.
„Tür darf keinen Spalt offen bleiben“
Natürlich kennt Anexia die Hackerangriffe gut. „Sie sind normalerweise auf IP-Adressen spezialisiert. Wir haben 500.000 Adressen, auf jede einzelne gehen täglich 600.000 Hackerangriffe ein“, erzählt Windbichler. Das sind täglich 300 Milliarden. „Viele sind automatisierte Angriffe auf die Infrastruktur. Die Suche, ob irgendwelche Schwächen vorhanden sind. Das kann man so erklären, dass in einem Zimmer niemals die Türe oder ein Fenster einen Spalt offen sein dürfen. Dann hätte dieser befugte Zugriff auf Computersysteme, Netzwerke oder Daten Erfolg.“
Tausende bis Millionen kompromittierte Geräte schicken bei so einem Hackergriff gleichzeitig Anfragen an Server oder IP-Adressen, um Webseiten, DNS-Dienste oder Anwendungen zu überlasten. Dabei werden normale Webanfragen imitiert, um Webserver oder Anwendungen zu überlasten. Diese Angriffe sind oft schwerer zu erkennen als reine Netzwerkangriffe. Auch schwache Passwörtern oder Sicherheitslücken werden durchsucht. Das ist ein allgemeines Phänomen bei Rechenzentren und Cloud-Anbietern. „Wir passen jedoch auf, dass alles seine Ordnung hat“, betont Windbichler.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.