Keine Spur vom Täter, noch kein einziger Hinweis zum Fluchtfahrrad – es deutet aber vieles darauf hin, dass der Bankräuber offenbar ganz genau wusste, wann es in der Filiale in Ferlach (Kärnten) etwas „zu holen“ gibt.
Grundsätzlich ist der „Beruf“ des Bankräubers in Österreich am Aussterben. Was vor allem daran liegt, dass Geldinstitute in den vergangenen Jahren die Sicherheitsvorkehrungen nach oben geschraubt und eigentlich keine großen Bargeldmengen mehr in den Filialen deponiert haben. Aber nur eigentlich – denn es gibt auch Tage, an denen Geldausgabegeräte befüllt werden.
Und ausgerechnet an so einem Tag, noch vor der Befüllung, schlug der Räuber in Ferlach am Montag zu. Zufall? Oder wusste der Kriminelle mit Kärntner Dialekt ganz genau, wann es sich lohnt? Fest steht, dass der Täter große Beute machte – von einer sechsstelligen Summe in Höhe von rund 200.000 € ist inoffiziell die Rede. Ebenfalls nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich der Räuber örtlich auskennt.
Noch keine Hinweise zum Fluchtfahrrad
Denn obwohl es nur wenige Minuten gedauert hat, bis die Fahndung im Umkreis des Tatortes auf Hochtouren angelaufen ist, der im Zuge einer nahe gelegenen Übung ohnehin in der Luft befindliche Polizeihubschrauber kreiste, konnte der Kriminelle auf dem gestohlenen Mountainbike entkommen und untertauchen. Und dies womöglich gar nicht so weit weg von der Bank?
Oder hat er sich der Maske sowie des Rades entledigt und ist in ein vierspuriges Fluchtfahrzeug umgestiegen? Alles reine Spekulationen, die von den Ermittlern nicht kommentiert werden. Hinweise seien jedenfalls bis dato ausschließlich bezüglich des Täters eingegangen. Im Zuge dessen es unter anderem zu einem Polizeieinsatz in Villach gekommen ist.
Fehlalarm: Einsatz in Villacher Wettlokal
Eine Kellnerin hatte Alarm geschlagen, weil ein Kunde, der dem Bankräuber ähnlich gesehen haben soll, auffällig mit einem Bündel an „großen Scheinen“ geprahlt hatte. Fehlalarm. „Wir gehen selbstverständlich jedem einzelnen Hinweis nach“, wie es aus der Landespolizeidirektion heißt. Bezüglich des Fluchtfahrrades herrscht bislang jedenfalls noch völlige Hinweis-Flaute.
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