Atemberaubende Bilder aus dem All: Die NASA hat die ersten Fotos der „Artemis II“-Mission veröffentlicht – darunter eine spektakuläre Aufnahme, auf der der Mond die Sonne verdeckt. Ein weiteres Highlight zeigt die Erde, wie sie hinter dem Mond aufsteigt – ein „Earthset“, das an das legendäre „Earthrise“-Foto der Apollo-Mission erinnert. Die vier Astronauten der Mission, darunter die erste Frau und der erste schwarze Mensch, der den Mond umrundet, beschreiben überwältigende Gefühle beim Anblick der Mondoberfläche aus nächster Nähe.
Die Crew der „Artemis II“ begann nach der Mondumrundung ihre Rückreise zur Erde. Dabei dokumentierten sie unter anderem Einschlagskrater, Risse und Gebirgskämme des Mondes. Besonders beeindruckend waren Aufnahmen des Orientale-Kraters, der mit einer Breite von rund 950 Kilometern bislang noch nie mit bloßem Auge beobachtet werden konnte.
Verschiedene Farbnuancen lassen rätseln
Weitere Fotos sollen Aufschluss über die von den Astronauten beschriebenen braunen, grünen und orangefarbenen Nuancen der grauen Mondlandschaft geben und möglicherweise schwache Staubschichten zeigen, die während des „Earthrise“ sichtbar waren.



Am Montag führte die Crew die Umrundung der Mondrückseite durch, wodurch der Kontakt zu den Bodenkontrollteams für 40 Minuten unterbrochen war. Jetzt rasen die Astronauten auf ihrer etwa 400.000 Kilometer langen Rückreise der Erde entgegen. Die Landung ist für Freitag um 2.07 Uhr MESZ in der Nähe von San Diego im Pazifik geplant.
Neue Krater, wie kleine Lichtpunkte reflektiert
„Ich war einfach überwältigt, als ich den Mond sah. Es dauerte nur ein oder zwei Sekunden, und ich konnte diesen Moment nicht wiederholen, aber plötzlich fühlte ich mich regelrecht in die Mondlandschaft hineingeworfen – es wurde real“, berichtete die NASA-Astronautin Christina Koch direkt danach.
Besonders faszinierten sie die hellen, neuen Krater, die von der Oberfläche wie kleine Lichtpunkte reflektierten: „Sie sind so hell im Vergleich zum Rest des Mondes.“

Astronaut träumte schon von Mondspaziergang
Ihr Kollege Victor Glover, der erste Schwarze Mensch, der die Erdumlaufbahn verlassen hat, sagte: „Es war sehr bewegend, aus dem Fenster zu blicken. Ich folgte direkt Christinas Blick und stellte mir vor, wie ich auf dieser fantastischen Oberfläche herumwandere, klettere und im Gelände unterwegs bin.“
Am Dienstag werden die Astronauten ihre Beobachtungen der Mondrückseite mit dem Wissenschaftsteam der Mission besprechen.
Mission läuft voll nach Plan
Die Orion-Raumkapsel startete am 1. April vom Kennedy Space Center in Florida auf der Space Launch System-Rakete der NASA. An Bord befinden sich Christina Koch, Victor Glover, Reid Wiseman und der kanadische Astronaut Jeremy Hansen.
Die Crew stellte auch einen neuen Rekord auf: Sie erreichte 406.650 Kilometer von der Erde entfernt und übertraf damit den bisherigen Rekord von Apollo 13 aus dem Jahr 1970 (400.410 Kilometer). Auf ihrer engsten Annäherung kamen die Astronauten bis auf 6550 Kilometer an die Mondoberfläche heran.
Riskanter Moment steht noch bevor
Für die Rückreise werden die Servicemodule, die Energie und Antrieb für die Mission lieferten, abgetrennt. Ein besonders riskanter Moment ist der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre: Die Kapsel wird mit über 32.000 km/h eintreten, wobei die Hitzeschutzschildtemperaturen 1600 °C erreichen können.
Um Risiken zu minimieren, wird die Artemis-II-Kapsel steiler eintreten und anschließend Fallschirme zur Abbremsung vor dem Eintauchen in den Nordpazifik öffnen.
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