„Krone“-Filmkritik

„Eat Pray Bark“: Eine hundsmiserable Komödie

Streaming
04.04.2026 19:30

Die deutsche Netflix-Produktion hätte ein bellender Selbstfindungstrip mit Witz werden können, ist aber – trotz toller Besetzung – ein winselnder Abklatsch davon geblieben ...

Hunde sind im Regelfall ein Spiegel ihrer Menschen. Wenn Babs (Anna Herrrmann), das Ehepaar Ziggy (Doğa Gürer) und Helmut (Devid Striesow), Hakan (Kerim Waller) und Uschi (Alexandra Maria Lara) also in Richtung Tiroler Berge aufbrechen, um beim legendären Hundetrainer Nodon (Rúrik Gíslason) die Beziehung mit den Vierbeinern zu verbessern, geht es also um die Probleme, die sie selber mit sich herumtragen. Schuldgefühle, mentale Gesundheit, Beziehungsprobleme – in „Eat Pray Bark“ geht es also um Selbstfindung, wie die Anlehnung an „Eat Pray Love“ erahnen lässt. Einzig Uschi tanzt etwas aus der Reihe, denn die Politikerin und Hundehasserin hat, um ein PR-Desaster zu vermeiden, Hündin „Brenda“ adoptiert.

Hundetrainer Nodon (Gíslason) soll Hakan (Waller), Babs (Herrmann), Uschi (Lara), Helmut ...
Hundetrainer Nodon (Gíslason) soll Hakan (Waller), Babs (Herrmann), Uschi (Lara), Helmut (Striesow) und Ziggy (Gürer) mit ihren Hunden helfen.(Bild: Stephan Rabold)

Oberflächlich und unlustig
Eine starbesetzte Komödie, die ernste Themen aufgreift und auch noch Vierbeiner in den Mittelpunkt rückt – das Potenzial dieses Films hätte unermesslich sein können. Doch anstatt sich mit unbequemen Wahrheiten zu befassen und in die Tiefe zu gehen, streift der Film lediglich oberflächliche Emotionen. Man könnte es also als Wohlfühlkomödie bezeichnen, was allerdings auch etwas zu weit gegriffen wäre, denn mit dem Humor war man genauso sparsam wie mit der restlichen Substanz.

Da stoßen auch eine solide Alexandra Maria Lara oder ein stets genialer Devid Striesow an ihre schauspielerischen Grenzen, wenn sie etwas aus dem Drehbuch herausholen sollen. Denn wo nichts ist, lässt sich auch nicht sehr viel holen. Wer also 90 Minuten Zeit hat, sollte lieber mit seinem Hund spazieren gehen, statt sich diesen hundsmiserablen Streifen anzuschauen.

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