Netflix zeigt in der dreiteiligen Dokumentation „Kylie“ den Aufstieg von Kylie Minogue zum Superstar, der sie heute ist. Dabei scheut die Popikone auch nicht den Blick auf die Schattenseite ihres Berufs – roh, gefühlvoll und mit Tiefgang.
„Es war gut, großartig, schrecklich, aber ich kehre immer wieder auf die Bühne zurück. Das Leben macht auf der Bühne Sinn für mich“, fasst Kylie Minogue die Liebe und Leidenschaft für ihren Beruf zusammen. Eine Liebe, die nicht nur mit mehr als 80 Millionen verkauften Tonträgern, zwei Grammys und vier Brit Awards gewürdigt wurde, sondern nun auch in der dreiteiligen Dokumentation „Kylie“ auf Netflix erzählt wird. Doch was erzählt man über eine der erfolgreichsten Künstlerinnen aller Zeiten, was Fans nicht schon längst wissen?
Etwa jene Anekdote, dass Erfolgs-Produzent Pete Waterman die Studioaufzeichnung ihres ersten gemeinsamen Songs vergessen hatte und die eigens aus Australien nach England angereiste Minogue 40 Minuten an der Rezeption warten gelassen wurde? Eine Geschichte, die jeder kennt, schließlich wurde aus der Spontankomposition ihr erster Welthit „I Should Be So Lucky“.
Oder ihre Hals-über-Kopf-Beziehung mit INXS-Frontmann Michael Hutchence? Schnee von gestern. Dass sie eigentlich schon vor ihrer Weltkarriere dank der Soap „Nachbarn“ ein Superstar in ihrer Heimat war? Wissen wir. Ihre Krebserkrankung 2005, wegen der sie ihre Welttournee und ihren geplanten Glastonbury-Auftritt absagen musste? Nichts Neues. Was bleibt also übrig für eine Dokumentation über jemanden, der von Kindertagen an in der Öffentlichkeit steht?
„Gefangene einer bestimmten Vorstellung“
Viel, wie „Kylie“ zeigt. Mit der Doku von Michael Harte, der bereits bei der Michael-J.-Fox- sowie der Beckham-Doku mitmischte, ist das gefühlvolle Porträt einer Künstlerin gelungen, die immer ihre Frau stehen musste. „Sie war die Gefangene einer bestimmten Vorstellung“, wie Nick Cave es treffend formuliert. Eine Vorstellung, aus der Minogue am Ende wie Phönix aus der Asche aufsteigt.
Genau dort blickt die Dokumentation hin – roh, gefühlvoll und mit viel Tiefgang. Da kann auch mal die eine oder andere Träne kullern, denn das Leben ist eben „gut, großartig und schrecklich“ – auch das einer Popikone.
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