Patrice Aminati ist unheilbar an Krebs erkrankt. In der deutschen TV-Show „Hart aber fair“ sprach die 31-Jährige jetzt mit bewegenden Worten über ihren harten Kampf und setzte sich für eine bessere Hautkrebsvorsorge und Früherkennung aus.
„Für mich kommt Vorsorge zu spät, ich bin Palliativpatient“, erklärte Patrice Aminati am Montagabend im TV. „Aber jedem, dem ich heute eine Stimme verschaffen kann, für die Vorsorge, ist das ein Riesengewinn.“
Setzt sich für Vorsorge ein
Denn viele Menschen in Deutschland leiden wie sie an Hautkrebs. „Dank Medikamenten werde ich künstlich am Leben gehalten, aber das muss nicht sein“, meinte Aminati mit Nachdruck. Eine gute Vorsorge sei eine Win-win-Situation, denn sie könne Deutschland auch „richtig viele Kosten sparen“, ist sie sich sicher.
Bei ihr habe alles vermeintlich ganz harmlos angefangen, erinnerte sich die 31-Jährige zurück. Ein Leberfleck sei während ihrer Schwangerschaft „größer und erhabener“ geworden. Der Arzt habe gesagt: „Ach, das machen wir mal weg“, schilderte sie. „Das war dann tatsächlich schwarzer Hautkrebs, der auch schon metastasiert war.“
Risiko „total unterschätzt“
Ein Albtraum, denn der Krebs habe sich ähnlich eines Eisberges unter der Oberfläche bereits ausgebreitet. Doch sie habe Glück, „seit drei Jahren damit leben zu können dank sehr teurer Therapien wie der Immuntherapie“, führte Aminati weiter aus. Dennoch wünsche sie ihr Schicksal niemandem, weshalb sie sich dazu entschieden habe, in „Hart aber fair“ offen darüber zu sprechen.
Denn sie habe das Risiko einer Hautkrebserkrankung „total unterschätzt“, gestand sie. Darum wolle sie nun das Bewusstsein für diese Form des Krebs schärfen. Und auch die Politik in die Pflicht nehmen: Laut Aminati sollte es Vorsorgeuntersuchungen schon ab 14 Jahren geben.
„Ohne Medikamente geht leider nichts“
Für ihre Ärzte und das medizinische Personal hatte die 31-Jährige nur positive Worte. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung schilderte sie zudem, dass es gesundheitlich ein wahres Auf und Ab sei: „Ohne Medikamente in voller Dosis geht leider nichts. Kaum haben wir ein Medikament gefunden, und es schlägt an, werden die Leberwerte so schlecht, dass wir pausieren müssen. Dann besteht die Gefahr, dass die Metastasen sich wieder ausbreiten.“
Dass sie mit ihrer Geschichte andere Menschen erreichen und Mut zusprechen könne, das gebe ihr gleichzeitig auch Kraft, räumte Aminati ein. Aber auch in ihrer Mama-Rolle und ihrem Beruf gehe sie auf: „Vielleicht nicht jeden Tag und nicht mit der gleichen Kraft, aber dann ist mir das schon wichtig.“
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